20.06.2018 - 10:54 Uhr
EslarnOberpfalz

Großes Loch für Zoiglkunstwerk

Der Standort vor dem Eslarner Rathaus ist umstritten. Heimat- und Finanzminister Albert Füracker kommt zur Grundsteinlegung am Samstag, 30. Juni

Der Standort für den Granitbrunnen in Form eines liegenden Hexagramms am Rathaus steht fest.
von Karl ZieglerProfil

Die Grundsteinlegung des Zoigldenkmals vor dem Rathaus ist am Samstag, 30. Juni. Dazu kommt auch Heimat- und Finanzminister Albert Füracker aus Neumarkt. Einige Debatten in der Bevölkerung verursachte die Aussage von Bürgermeister Reiner Gäbl in der jüngsten Marktratssitzung, dass diejenigen, die gegen den Standort am Marktplatz sind, gerne der Veranstaltung fernbleiben können.

Ein großes Loch direkt vor dem Rathaus weist seit Tagen auf die Grundsteinlegung des Zoigldenkmals hin. Der Standort des Kunstwerks gibt in Eslarn Anlass zu kontroversen Diskussion. Jeder der Zoigl-Fünfgestirne erhält, in Eslarn nach einstimmigen Marktratsbeschluss, damit ein sichtbares Alleinstellungsmerkmal. Zumindestens fünf Markträte der CSU und FWG hätten im Gremium auch gerne über einen möglichen Standort diskutiert, jedoch vergeblich. Der Standort für den Granitbrunnen in Form eines liegenden Hexagramms am Rathaus steht fest.

Aus dem Brunnen erstrecken sich um eine stilisierte Sudpfanne in Bronze gehaltene Flammen und ausgebreitete Hände stehen als Symbol für das gemeinschaftliche Zoiglbrauen. Das Hexagramm, ein Sechsstern, symbolisiert das Zunftzeichen der Brauer und Mälzer und die Ausgabestelle des Haustrunks, in Eslarn die Kommunbrauerei. Jeder der fünf Zoiglstandorte im Landkreis erhält damit eine einzigartige Zoigl-Skulptur in einer Breite von etwa 2 mal 2 und einer Höhe von rund 4,5 Metern.

Die Werbung für die Zoiglregion kostet jedem Zoiglstandort rund 15.000 Euro. In der Junisitzung wies Bürgermeister Gäbl den Marktrat auf die Grundsteinlegung hin. Da fünf Markträte der CSU und FWG eine Debatte um den Standort wünschten, stellte der Rathauschef kurz fest: "Wer glaubt, es handelt sich bei dem Brunnen um eine Verschandelung des Marktplatzes, könne der Zeremonie gerne fernbleiben".

Einige Markräte sehen wie auch manche Bürger am Kommunbrauhaus einen geeigneteren Standort und führten das weniger ins Bild passende alte, leerstehende Ziereranwesen neben dem Rathaus als ungeeigneten Hintergrund ins Feld. Außerdem muss für den Osterbrunnen und den Christbaum jetzt ein neuer Standort gefunden werden.

Befürworter halten dagegen die Standortwahl des Zoiglbrunnens am Marktplatz für ideal, da anstatt am Kommunbrauhaus das Denkmal hier besser zur Geltung komme und an der frequentierten Straße werbewirksamer auf den Standort mit Kommunbrauhaus, Biererlebnis und Wirtschaften aufmerksam mache.




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