15.05.2020 - 10:27 Uhr
EslarnOberpfalz

Kaplan Bivin verlässt im September Eslarn

Der gern gesehene Inder mit dem Namen Bivin Plapparambil verlässt am 1. September die Pfarrei.
von Karl ZieglerProfil

Der gern gesehene Inder mit dem Namen Bivin Plapparambil Baby lobte vor allem die gute praktische seelsorgliche Ausbildung bei Pfarrer Erwin Bauer und die Freundlichkeit der Eslarner, war aber auch froh nach Monaten den „islouerischen“ Dialekt zumindest verstehen zu können. „Eslarn hat mir sehr gefallen, das schöne Landleben, die grüne Landschaft und überall nette freundliche Menschen.“ Seine liebgewordene zweite Heimat verlässt der Priester mit einem weinenden, aber auch lachenden Auge. Eine eigene Pfarrei zu bekommen ist für jeden Priester ein Höhepunkte und da überwiegt eher die Freude als die Trauer.

Bivin kam am 5. März 1987 in Kerala im südlichen Indien am Arabischen Meer zur Welt. Die Kinder- und Jugendjahre verbrachte er mit einer Schwester und einem Bruder. Bibin studierte von 2010 bis 2014 in Rom Theologie und wurde am 5. Januar 2014 im Erzbistum Changanacherry in Kerala zum Priester geweiht. Der Weg von Priester Bivin führte 2013 und 2016 zu Freunden nach Deutschland, wo er Urlaub machte und das Land und die Leute kennen lernen durfte. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt im Kloster Weltenburg ging es im September 2018 zur ersten Kaplanstelle nach Eslarn. "Es war für mich eine neue Erfahrung hier in Eslarn in einer Landpfarrei tätig zu sein, da ich vorher nur größere Stadtpfarreien kannte." Besonders beeindruckt war der neue Vikar von der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ und von seinem neuen Zuhause im Kloster.

In den Monaten lernte Pfarrvikar Bivin einen wunderschönen, ruhigen Ort und einen hilfsbereiten Pfarrer Erwin Bauer kennen. "Der Pfarrvikar zur besonderen Verwendung und Vorbereitung auf den Kirchendienst hat sich in fast zwei Jahren in der seelsorglichen Betreuung, in der Leitung von Gottesdiensten und einer Kirchengemeinde sehr gut bewähren können und es war ein solidarisches Miteinander", beschrieb Pfarrer Bauer. Der Wunsch auf ein gutes und geduldiges Miteinander, neue Begegnungen und einen positiven Gedankenaustausch wurde für Pfarrvikar Bivin erfüllt. „Ich hoffe, dass der Liebe Gott und die Menschen mir auch bei meinen nächsten seelsorglichen Einsatz in Saal an der Donau, auf den ich mich sehr freue, zur Seite stehen werden.“

Auf Anfrage auf die Corona-Pandemie in Indien, wies Pfarrvikar Bivin auf den ersten indischen Corona-Fall in seiner Heimat Kerala im Januar hin. Seine Familie sei glücklicherweise davon nicht betroffen. „Unsere Regierung hat schnell reagiert, so dass es in Kerala bis jetzt nur zwei Todesfälle gab.“

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