12.01.2020 - 10:06 Uhr
EslarnOberpfalz

Klein- und Mittelstand nicht im Stich lassen

Beim Besuch der Firma Häring diskutieren Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Mitglieder der Eslarner CSU mit den Unternehmern über die aktuelle Lage.

Eine starke Abordnung des CSU-Ortsverbandes um Bürgermeisterkandidat Thomas Kleber und Vorsitzenden Wolfgang Voit besuchte mit MdB Albert Rupprecht den mittelständischen Betrieb der Familie Häring.
von Karl ZieglerProfil

Eine starke Abordnung des CSU-Ortsverbands um Bürgermeisterkandidat Thomas Kleber und Vorsitzenden Wolfgang Voit besuchte mit Rupprecht den mittelständischen Betrieb der Familie Häring. Die Delegation wollte nachfragen, wo der Schuh drückt und versuchen, mit Unterstützung des Bundestagsabgeordneten Problemen zu lösen.

Eingangs erläuterten die Geschäftsführer Michael Häring und Tochter Manuela Witt die Firmenstruktur. „Die Gründung fand 1987 in einer Garage im Ort statt und nach Vergrößerung des Maschinenparks und der Lagerkapazitäten investierten wir 2008 am Gewerbegebiet in eine neue Halle.“ Bei der Firma Häring arbeiten aktuell 12 Arbeiter und mit 15 Maschinen, die Größte mit einer Schließkraft von 200 Tonnen, werden im Spritzgussverfahren Produkte für verschiedene Branchen produziert. Häring sprach von einer momentanen ruhigen Auftragslage, da die Industrie und auch der Mittelstand sich mit Aufträgen zurückhalte. Auch die möglichen Entlassungen in der Automobilbranche spielen dabei eine Rolle. „An die Politik möchte ich die Bitte richten, diese Lage sorgsam zu beobachten und vielleicht auch mit Maßnahmen darauf reagieren, damit vor allem der Mittelstand nicht auf der Strecke bleibt.“

Wenn die Schraube der Energiekosten nach oben gedreht wird, wirke sich dies laut Witt auch auf ihren Betrieb aus. „Ein Drittel unserer Ausgaben sind Energiekosten.“ Der stärkste Konkurrent für die Kunststoffbranche komme aus China und mit den Wellen der Kunststoffvermeidung haben vor allem die kunststoffverarbeitenden Betriebe zu kämpfen. Bei der Ursachenforschung mit dem Abgeordneten standen zudem die fehlenden Fachkräfte am Arbeitsmarkt zur Diskussion. „Ich würde gerne ausbilden oder neu einstellen, aber ich bekomme niemanden“, bedauerte Häring.

Laut Rupprecht stammen inzwischen 50 Prozent der Handwerker aus Osteuropa, da sich in Deutschland nur wenige für einen Handwerksberuf interessieren würden. „Dadurch konnte ein Wohlstandverlust vermieden und die Wirtschaft gestärkt werden“, fügte der Abgeordnete an. Viele Firmen bilden wegen der Kosten für einen Lehrling und einer zweitägigen Abwesenheit in weit entfernten Berufsschulen nicht mehr aus. Eine Kosteneinsparung sieht Rupprecht in einer Ausbildung im Verbund, durch die gute Fachkräfte für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden könnten. In der allgemeinen Diskussion sprach sich die CSU gegen eine geplante Engstelle beim Ausbaus der Brennerstraße aus und forderte zur Verkehrssicherheit am Tillyplatz einen Verkehrsspiegel.

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