Für die Neugestaltung des Tillyplatz war eine Bauzeit von neun Monaten veranschlagt. Laut Bürgermeister Reiner Gäbl plant die Firma Seebauer, die Mitte März 2019 mit dem Straßenbau begonnen hat, mit einer wesentlich kürzeren Bauzeit und mit der Fertigstellung vor dem Wintereinbruch 2019. Damit könnte der Gedenktag zum Heimatfest 2020 direkt am neuen Denkmal am neu sanierten Tillyplatz stattfinden.
"Jede Woche findet am Mittwoch ein Jour-Fix-Termin mit den Baufirmen und dem Ingenieurbüro statt, um die konkreten Schritte zu besprechen" stellte Bürgermeister Reiner Gäbl fest. Die Versorgungsleitungen wie Kanäle, Wasserleitungen und Glasfaserkabel wurden verlegt, die Randzeiler für die Gehwege gesetzt und nach Verschiebung des Kreuzungsbereiches der Einmündungsbereich der Heubachgasse in den Tillyplatz erkennbar angelegt.
Die Schulhausstraße an der Ludwig-Müller-Straße ist wegen der fortgesetzten Straßenbauarbeiten gesperrt. Das Kriegerehrenmal mit dem "bayerischen Krieger" wurde abgebaut und zur Restaurierung zum Steinmetzbetrieb Flöttl nach Schönsee transportiert. Die Fachfirma macht den aus Sandstein bestehenden Krieger für die kommenden Jahrzehnte haltbar und erneuert die vorhandenen Schriften. Das 1914 feierlich enthüllte Denkmal soll einige Meter neben dem bisherigen Standort auf einem erhöhten Sockel wieder aufgebaut werden. Das beabsichtigte Verrücken des Denkmals und die beschwerten Zugänge zu den Geschäften am Tillyplatz führen in der Bevölkerung zu einer kontroversen Diskussionen.
Mit den Geschäftsleuten ist der Markt Eslarn und die ausführende Baufirma laut Bürgermeister Gäbl in ständigem Kontakt, so dass die Zugänge mit wenigen Ausnahmen nahezu immer möglich sind. Einen Rückgang der Verkaufszahlen kann zwar Bürgermeister Gäbl nachvollziehen, allerdings ist dieser unvermeidbar. "Dafür ist nach Abschluss der Maßnahme und der Schaffung von Parkplätzen unmittelbar vor den Geschäften die Attraktivität der Ladenlokale umso höher und es entsteht ein Mehrwert für die Anlieger und den Markt Eslarn." Auch soll die gleiche Anzahl von Parkplätzen wie vorher am Tillyplatz vorhanden sein. Ein weiterer Schwerpunkt an der Straßenbaustelle ist in den kommenden Wochen der "kleine Hofgarten" direkt neben der Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt.
Die barrierefreie Grünanlage soll mit Sitzbänken, im Herbst mit neu angepflanzten Bäumen und einer niedrigen Hecke ausgestattet und vor allem für Senioren zum Ausspannen eine Oase der Ruhe werden. Mit weiteren Neuanpflanzungen am Tillyplatz soll auch die Natur nicht zu kurz kommen. Als nächster Schritt soll die Straße voraussichtlich um den 18. Juli mit der ersten Tragschicht versehen werden. "Allerdings kann aus Sicherheitsgründen anschließend noch keine Verkehrsfreigabe erfolgen, da Baumaschinen die Randbereiche noch bearbeiten und die Fahrbahn kreuzen." Damit sind die in zahlreichen Sitzungen und Bürgerbeteiligungen besprochenen und vom Marktrat beschlossenen Planungen für die städtebauliche Neugestaltung des Tillyplatzes auf einen guten Weg. Der Platz soll durch die Zurücknahme der Verkehrsfläche laut Bürgermeister seinen ursprünglichen Charakter erhalten und den Fußgängern, Radfahrern, Eltern mit Kindern und älteren Menschen noch mehr Platz einräumen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.