Bürgermeister Reiner Gäbl, Diplom-Ingenieur Rudolf Kick und Bauleiter Anton Gebert vom Straßenbauamt verschafften sich einen Überblick über die Straßenausbaumaßnahme. Wichtig für den Markt sei eine Anbindung der Radtrasse vom Bocklweg in Richtung Steinboß und eine Abbiegespur zum Gewerbegebiet, stellte Gäbl fest. Die Staatsstraße wird von 5,50 auf 6,50 Meter ausgebaut, die kritischen Kurvenbereiche entschärft, Täler und Kuppen herausgenommen. Wegen der laufenden Baumaßnahme wird der Verkehr von und nach Waidhaus großräumig über Moosbach umgeleitet und von Polizeistreifen überwacht.
Der Straßenausbau der frequentierten Staatsstraße 2154 vom Gewerbegebiet "Zankeltrad" in Richtung Eslarn umfasst eine Gesamtlänge von 1845 Meter und wurde aufgrund der wichtigen Verbindung des östlichen mit dem westlichen Landkreis und als Zubringer zur Autobahn von allen beteiligten Behörden positiv gesehen. Bei einer Verkehrszählung wurden 1884 Kraftfahrzeuge, davon 165 Schwerverkehr erfasst. In den harmonischen Verhandlungen mit den Grundeigentümern konnte die Marktgemeinde und das Straßenbauamt einvernehmliche Ergebnisse erzielen. In der ersten Baumaßnahme baut die Firma Hubert Rappl, die den Gesamtauftrag erhielt, je nach Witterung in diesem Jahr 600 Meter und bis Herbst 2019 den Rest aus.
Die derzeitige Fahrbahnbreite von 5,50 Metern erschwert das Befahren gerade im Begegnungsverkehr und soll auf 6,50 Meter verbreitet werden. Weiter Gründe für den Ausbau sind der ungenügende nicht frostsichere Aufbau, wodurch in Form von Rissen und Verdrückungen bereits Schäden entstanden sind. Die Abbiegespur an der Einfahrt zum Gewerbegebiet ist für die Sicherheit des Verkehrs erforderlich und werde die Gefahrenstelle entschärfen. Die Linksabbiegespur war bereits ein Bestandteil des Genehmigungsbescheides zum Gewerbegebiet.
Wegen des wachsenden Gewerbegebiets bezeichnet Bürgermeister Gäbl die Abbiegespur für sinnvoll und zudem werde der Zubringerverkehr zur Autobahn verbessert. Wichtig für den Markt war laut Gäbl auch der im Einvernehmen mit dem Bayerischen Innenministerium geplante 2,50 Meter breite separate Radweg vom Bocklweg in Richtung Eslarn. Die Radtrasse entlang der Staatsstraße kommt Wanderfreunden und Radfahren, aber auch radfahrenden Arbeitnehmern zugute.
In der ersten Bauphase werden die ersten 600 Meter Staatsstraße und parallel zur Straße der Radweg vom Gewerbegebiet bis zur ehemaligen Ritterklause ausgebaut. "Damit konnte der Wunsch der Marktgemeinde, eine weitere Radweganbindung direkt nach Eslarn zu schaffen, erfüllt werden", ergänzte Kick. Die engen Kurven bei der Ritterklause und am Singerkreuz sollen entschärft, sowie die vorhandenen Täler und Kuppen herausnehmen werden. Nach einer Forderung der Unteren Naturschutzbehörde wird die mächtige landschaftsprägende Eiche am Singerkreuz im Bestand gesichert. "Mit der neuen Linienführung der Straße wird ein Abstand von etwa 18 Meter zum Baum gewährleistet." Der Anschluss der Gemeindeverbindungsstraße nach Thomasgschieß wird wegen des geringen Linksabbiegeaufkommens nur mit einer Linksabbiegehilfe angeschlossen.
Die gewaltige Baumaßnahme zeigt sich in den Erdbewegungen von 18.000 Kubikmetern und im zusätzlich erforderlichen Einbaumaterial von 1500 Kubikmetern. Die Gesamtmaßnahme des Freistaats als Kostenträger soll laut Kick 2,6 Millionen Euro kosten. Die beinhaltenden Mehrkosten von 350.000 Euro für die Linksabbiegespur und die Versorgungsleitung trägt der Markt Eslarn. "Die Leitungen sind schon in einem bestimmten Alter und gehören ausgewechselt, um für die nächsten Jahrzehnte Ruhe zu haben", sagte Gäbl. Durch die Anbindung an die Baumaßnahme des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbfach konnte die Gemeinde gegenüber einer Einzelmaßnahme noch Geld einsparen.



















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