Die Bürgermeister aus elf Gemeinden trafen sich zur vorbereitenden Gründung eines "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" (ILE) im Eslarner Rathaus und erarbeiteten sich für die Gründung eines eingetragenen Vereins bereits eine Satzung. Gemeinschaftlich sollen verschiedene Maßnahmen über den Naturpark nördlicher Oberpfälzer Wald geplant und mit Fördergeldern umgesetzt werden. Erfreut waren die elf Kommunen, dass das Naturparkland zwischen dem Tal der Waldnaab und der böhmischen Grenze durch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber als "Ökomodellregion" ausgezeichnet wurde. Als sichtbares Zeichen in der Natur wollen die Kommunen gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt unter anderen entlang des Bocklradweges einige Blühflächen anlegen.
Eine positive Entwicklung zeigte der Zusammenschluss der Kommunen Eslarn, Floß, Flossenbürg, Georgenberg, Leuchtenberg, Moosbach, Pleystein, Tännesberg, Vohenstrauß, Waidhaus und Waldthurn bereits als Tourismusgemeinschaft "Naturparkland Oberpfälzer Wald", die aus dem Verbund "Elf Freunde" gewachsen ist. Die elf Gemeinden zwischen dem Tal der Waldnaab und der böhmischen Grenze traten nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark" gemeindeübergreifend auf und priesen bei Veranstaltungen den interessierten Gästen ihre sehenswerten Attraktionen an, gaben reichliche Einblicke in den Tourismusbereich und ihre Erholungslandschaft. Der Hintergrund der Gründung war die Absicht, künftig mit Hilfe von möglichen Förderungen auch Maßnahmen und Projekte in Angriff zu nehmen.
Ein großes Thema im Naturparkland Oberpfälzer Wald war bereits vor zwei Jahren die Diskussion über ein eventuelles "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" (ILE). In den vorausgegangenen Sitzungen waren sich die Bürgermeister/in der Region bereits einig, für das ILE eine rechtliche Grundlage zu schaffen und weitere Potentiale mit Hilfe von Fördertöpfen gemeinschaftlich umzusetzen. Tatsächlich stecken hinter dem Konstrukt im ländlichen Raum verschiedene Förderprogramme, um deren Belange sich im Landkreis Neustadt/WN das in Tirschenreuth angesiedelte Amt für Ländliche Entwicklung annimmt. Bei einer erneuten Besprechung im Eslarner Rathaus stand das Thema "ILE" erneut auf der Tagesordnung.
Mit dabei waren die Bürgermeister aus Eslarn, Floß, Flossenbürg, Georgenberg, Leuchtenberg, Moosbach, Pleystein, Tännesberg, Vohenstrauß, Waidhaus und Waldthurn. Mit anwesend waren die Betreuer vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Willi Perzl und Georg Braunreuther, sowie Regionalmanagerin Daniela Franz für Tourismus am Landratsamt Neustadt/WN. In der wichtigen Sitzung stimmten die Bürgermeister/in einstimmig über die Rechtsform der ILE ab und entschieden sich für einen eingetragenen Verein. Der langjährige stellvertretende Behördenleiter am ALE, Willi Perzl, setzt sich auch im Ruhestand für die Belange der ländlichen Räume ein und plante in der Besprechung in Eslarn bereits die Wahlen für die ILE als Verein. "Das war aber zeitlich nicht mehr möglich" begründete Bürgermeister Reiner Gäbl. Die erforderliche Satzung wurde dagegen bereits ausgearbeitet und ebenfalls einstimmig angenommen. Jetzt muss nur noch die Rechtsaufsichtsbehörde die Satzung prüfen und genehmigen, so dass in der nächsten Sitzung die Vorstandswahlen erfolgen könnten.
Zudem soll nach Zustimmung der Aufsichtsbehörde die Vergabe für das ILE, für das drei Bewerbungen vorliegen, folgen. Zudem wollen sich die Kommunen mehrheitlich an dem Projektkonzept "LE.NA", das vom Landwirtschaftsamt zur digitalen Bürgerbeteiligung bei Verfahren der ländlichen Entwicklung konzipiert wurde. Mit dem Online-basiertem Instrument kann ein umfassendes Stimmungsbild der Bevölkerung für verschiedene Bereiche erstellt werden. Durch den offiziellen Zusammenschluss soll ein gemeinsames Konzept für den Weg in die Zukunft erarbeitet und Fördergelder für ökonomische, ökologische oder soziale Projekte beantragt werden.
Die Bürgermeister der Gemeinden sind sich dabei einig, dass in einer ILE verschiedene Voraussetzungen für die Bezuschussung zusammengestellt und erledigt werden können. Erfreut waren die elf Kommunen, dass das Naturparkland durch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber als "Ökomodellregion" ausgewählt wurde. In Zusammenhang mit dem Landwirtschaftsamt wollen die Kommunen aktiv an der Anlage von Blühflächen unter anderen entlang des Bocklradweges mitwirken. Diese Maßnahme werde auch über den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald gefördert. Das aufwändige Bewerbungsverfahren habe sich laut aller anwesender Bürgermeister/in gelohnt, so dass nach der Vereinsgründung weitere konkrete Maßnahmen geplant und umgesetzt werden können.













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