16.08.2019 - 11:10 Uhr
EslarnOberpfalz

Mariä Aufnahme in den Himmel

Die Pfarrei feierte am gleichnamigen Feiertag mit einem Kirchenzug und Festgottesdienst das Patrozinium der Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt"

Beim Kirchenzug folgten hinter den Ministranten mit dem Kreuz das Blechbläserensemble, der Bürgermeister mit den Gemeinderäten, die kirchlichen Vertreter und hinter den Fahnenabordnungen der Vereine die Geistlichen mit Ministranten.
von Karl ZieglerProfil

Die zu Ehren der Schutzherrin der Gottesmutter Maria vor 330 Jahren geweihten Pfarrkirche ist mit ihrem markanten dreifachen Zwiebelturm das Wahrzeichen von Eslarn. In der Kirche bereichern beeindruckende Sakralbauten wie der vergoldete Arkanthusaltar, die Kanzel und die Madonna im Rosenkranz den Altarraum. In den Mittelpunkt stellte Ruhestandspfarrer Herbert Zimmermann die Patronin der Pfarrkirche und Gottesmutter Maria.

Die ursprüngliche Eslarner Kirche hatte durch Brände so sehr gelitten, dass es 1682 zu einem Neubau, 1685 zur Fertigstellung und 1689 zur Einweihung kam. Das "Barocke Gotteshaus", das der Gottesmutter Maria geweiht ist, litt erneut 1831 und 1895 durch Großbrände und musste mit erheblichen Aufwand wiederum neu aufgebaut und saniert werden. Die ausgedehnte Feuersbrunst vernichtete teilweise nicht nur die Pfarrkirche, sondern auch den halben Ort. Vor allem der zweite Großbrand ließ die Glocken schmelzen und die niederstürzende Turmkuppel durchschlug die Decke, wobei der schöne Hochaltar Feuer fing und verbrannte. Für den eingesetzten Dengler-Altar wurde 1967 ein neuer freistehender Altarstein in die Mitte des Presbyteriums gesetzt. Beeindruckend ist heute vor allem der reich vergoldete Arkanthusaltar, der auf die Betrachter wie eine Baummonstranz wirkt. Durch das im Altar eingefasste Gnadenbild ist die Kirche auch Wallfahrtskirche. In der zu Ehren der Gottesmutter geweihten Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" ziert eine Madonna im Rosenkranz aus dem 18. Jahrhundert den Chorbogen zwischen Kirchenschiff und Altarraum und entlang der Bankreihen erinnern zahlreiche Zunftstangen aus dem Jahr 1722 an die Handwerksberufe.

Das Pfarrpatrozinium und Hochfest "Mariä Aufnahme in den Himmel" feierten die Eslarner am gleichnamigen Feiertag mit einem Kirchenzug, dem Eslarner Blechbläserensemble unter Leitung von Diplommusiker Stefan Karl. Hinter den von Ministranten getragenen Kreuz folgten die Blasmusik, der Bürgermeister mit den Gemeinderäten, die kirchlichen Vertreter und hinter den Fahnenabordnungen der Vereine die Geistlichen mit Ministranten. Die Festmesse zelebrierte Festprediger Pfarrer i.R. Herbert Zimmermann aus Söllhuben in Konzelebration mit Pfarrer Erwin Bauer und Pfarrvikar Bivin. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor mit Gesang und Musik. Im Evangelium erinnerte Pfarrer Bauer an die frohe Botschaft und Begegnung der schwangeren Gottesmutter Maria mit Elisabeth, an Jesus Christus und den missionierenden Johannes dem Täufer. "Wir feiern heute nicht nur Oper für alle, sondern Auferstehung für alle und lassen an Christi Himmelfahrt Mitten im Jahr das Osterfest erneut aufleben" predigte der gebürtige Eslarner Zimmermann. Der Gottessohn Jesu Christi wurde als Erster in den Himmel aufgenommen und als Zweite folgte Maria.

"Auch wir feiern die Hoffnung in den Himmel aufgenommen zu werden." Fest verbunden mit dem kirchlichen Festtag sind der Verkauf von gesegneten Gewürz- und Kräuterbüschel durch den Katholischen Frauenbund und ein Weißwurst-Frühschoppen unter den Kirchen-Linden.

Den Altarraum bei der Festmesse füllten Pfarrer Erwin Bauer, Pfarrer i.R. Herbert Zimmermann und Pfarrvikar Bivin, die Fahnenabordnungen, Ministranten und die Kräuterbüschl vom Frauenbund.
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