Beim Barthlmarkt in Eslarn gab es alles, was das Herz begehrte und so machten sich manche sogar mit dem Bulldog auf den Weg in die Nachbargemeinde. Den Erfolg garantierten ein herrliches Sommerwetter, reichliche Ware, sehenswerte Darbietungen und eine enorme Anzahl von rührigen Anbietern und Helfern. Besonders Gefallen fand der Aufmarsch der "Waidhauser Fähnlein" und die Darbietung der Line-Dancer aus Eslarn und Moosbach. Guten Absatz vermeldeten die Gemeindemitarbeiter und die Vereinsmitglieder am Ausschank und hinter den Verkaufsständen. Am Markttag waren die Bankreihen am Kommunbrauhaus, im Kurpark, im "Breiergarten" und in der Zoiglstum voll belegt.
Der freie Eintritt zum Barthlmarkt bewegte generationsübergreifend viele Besucher aus dem nordbayerischen Raum, vor allem Familien und auch ehemalige Eslarner zu einem Ausflug nach Eslarn. Einen angenehmen Aufenthalt mit reichlicher Vielfalt an handwerklicher Nostalgie, kulinarischer Vielfalt, unterhaltsamer Kurzweil und guter Mischung von Deko- und Gebrauchsartikeln boten zahlreiche Gemeindemitarbeiter, Vereinsmitglieder, Fieranten und Firmen.
All das garniert mit musikalischen Klängen. Zum Auftakt fand im Kurpark eine Feldmesse mit Kaplan Bivin und ein Weißwurstfrühschoppen beim TSV und den Hubertusschützen statt. Am Kommunbrauhaus "Biererlebnis" spielten "Die zwoa Schneidig'n" zum musikalischen Brunch auf. Die Unterhaltung mit böhmischen Klängen, Ernst-Mosch-Kompositionen und eigenen Kreationen wie der Lausbuben-Polka setzten nachmittags die Vollblutmusikanten der "Zoigl-Blosn" aus Eslarn fort. Die "Werkstattmusikanten" waren beim Gartenfest des Schützenvereins 1884 vom "Breiergarten" zu hören. Zum Mittagstisch konnten die zahlreichen Gäste zwischen leckeren Braten, Grillspezialitäten sowie mexikanische Spezialitäten und Schweinebraten mit Sauerkraut auswählen. Als Getränke wurden unter anderem vom Markt Eslarn Rebhuhnzoigl und von den 1884er Schützen Eslarner Urtrunk gereicht. Aus Waidhaus reichten die Jäger deftiges Wild, der Fischereiverein gegrillte Fische, insbesondere Zanderfilet im Bierteig, und der Frauenbund Kuchen und Torten. Die Hubertusschützen, der TSV und Kegelclub boten Grillspezialitäten, Dotsch mit Kraut sowie das Wunderland leckere Dinner-Burger. Aufmerksam auf frische Regionalprodukte machte die Land-Gut-Erzeugergemeinschaft und auf außergewöhnliche Mineralien die "Larimar-Insel". Es gab Eis im Wanderheim beim OWV, beim Imkerverein vielfältige Bienenprodukte und die SPD servierte Flammkuchen, Rollbraten sowie Brot aus dem Holzofen.
Die Kinder fanden kurzweilige Angebote im Kurpark mit einem Spielplatz, einem Streichelzoo und einer Hüpfburg und am Feuerwehrhaus mit einem Karussell. Auf das Heimatfest 2020 wiesen die mit grünen T-Shirts einheitlich gekleideten Festdamen und -burschen hin. Den kleinen Besuchern zauberten sie am Schminktisch fantasievolle Gesichter.
Weiteres Highlight waren die Country-Aufführungen der Line-Dancers „Dusty Boots Isling“ und „Moosbacher Power Liners“. Spontan reihten sich Zuschauer zum Tanz in die Formation ein. Während des Nachmittags bot die Anton-Bruckner-Musikschule Darbietungen mit Gesang und Instrumental und die Böllerschützen machten lautstark mit einem Salut auf sich aufmerksam.
Die Besucher informierten sich über regionale Produkte von Rotvieh, Ziegen und Schafen, über heimisches Handwerk und deckten sich mit manchem Dekos ein. Angeboten wurden Dekorationsartikel für Haus und Garten, Klöppel-, Drechsler-, Töpfer-, Näh- und Strickarbeiten, dekorativer Schmuck und Gewürze. Bereits ein Dauergast ist der "Kreemoo" aus Franken mit seinen Köstlichkeiten, ein Vertreter von Tupperware, Black & White Cocktaildream und von Essig, Öl und Gewürzen. Es gab Spielsachen aus Edelholz, Ledersachen, Korbflechtereien, selbstgenähte Kinderkleidung, Naturkosmetik, Armbänder, Ringe und Vorwerkprodukte. Eine Alternative zu Folie boten Bieneco Tücher, Puppenbekleidung, Häkelsachen, Woll-, Strick- Töpfer-, Korb- und Flechtwaren.
Das altüberlieferte Handwerk des Klöppelns zeigte Frieda Roith aus Schönsee. Einblicke in frühere Zeiten gab es bei "Traudl´s Trödelmarkt" am ehemaligen Bahnhof, in die Vogelwelt im Vogelpark des Vogelzuchtvereins und ins Kommunbierlager am Schlossberg. Im Biererlebnis konnten Gäste den Brauvorgang verfolgen und eine Trachtenausstellung bestaunen. Nach dem Markttreiben wurde am Kommunbrauhaus und im Breiergarten bis in die Nacht hinein ausgiebig gefeiert und am Ende des Markttages rund 30 Hektoliter an Getränken ausgeschenkt. Insgesamt war die Veranstaltung eine Werbung für den Markt, der den Zusammenhalt der Vereine in den Fokus stellte.
Direkt zu Beginn des großen Markttreibens hatten Mario und Florian Schottenhaml mit Patrick Hopfner eine kleine Oltimerausstellung organisiert. Blech an Blech reihten sich zwei- und vierrädrige Fahrzeuge und Bulldogs, darunter ein Lanz "Hela D12S" mit 12 PS aus dem Jahr 1955 von Otto Grötsch. Mit sechs Stundenkilometern machte sich der leidenschaftliche Traktorfahrer zum Brauhaus auf den Weg. Ein Sitzkissen mit der Aufschrift "Otto", ein Geschenk seiner Töchter, wies auf den alleinigen Benutzer des Schleppers hin. Direkt daneben platzierte sich Dieter Siegler mit seinem flotten Cabrio, einem amerikanischen Chrysler Le Baron Baujahr 1991 aus New Jersey mit 143 PS, Lederausstattung und Chromfelgen.
























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