10.09.2018 - 11:01 Uhr
EslarnOberpfalz

Neuer Pfarrvikar aus Indien

Bivin Plapparambil Baby soll sich während des Aufenthalts in Eslarn in seelsorglicher Betreuung, der Leitung von Gottesdiensten und einer Kirchengemeinde bewähren.

Pfarrer Erwin Bauer (Dritter von links) begrüßt den neuen Pfarrvikar Bivin Plapparambil (Zweiter von links) mit Freunden in Eslarn.
von Karl ZieglerProfil

Das Bistum Regensburg wies der Eslarner Pfarrei mit dem Geistlichen Bivin Plapparambil Baby aus Indien im neuen Kirchenjahr erneut einen Pfarrvikar zur besonderen Verwendung und zur Vorbereitung auf den Kirchendienst zu. Pfarrer Erwin Bauer konnte seinen "Schüler" im Namen der Eslarner Pfarrgemeinde willkommen heißen und wünschte gleichzeitig gute Zusammenarbeit. Der Priester wird in der Eslarner Pfarrei wie seine indischen Vorgänger im Auftrag der Diözese zwei Jahre auf den Dienst in der Kirche vorbereitet.

In der Pfarrei wirkten bereits drei indische Priester und zuletzt der in Sumbawanga in Tansania zum Bischof berufene Pater Dr. Beatus Urassa. Bisher fühlten sich laut den Rückmeldungen der Priester alle in Eslarn und ihren späteren Pfarreien wohl und heimisch. "Wir freuen uns über die menschliche, geistliche und kulturelle Bereicherung durch die Anwesenheit und heißen den Priester Bivin herzlich willkommen." Der 31-Jährige ist in Kottayam im Südwesten des indischen Bundesstaates Kerala geboren, dem Land der Kautschukbäume. Nach dem Theologiestudium von 2010 bis 2014 in Rom wurde Bivin am 5.1.2014 in der Diözese Changanacherry zum Priester geweiht. "Ich bin am 8. Juni nach Deutschland gekommen und da ich bereits 2013 und 2016 bei Freunden im Urlaub hier war, ist das Land mir nicht so fremd."

Von den ehemaligen indischen Vorgängern erfuhr der neue Pfarrvikar Bivin Plapparambil viel Positives über die Eslarner Pfarrei. "Es ist für mich eine neue Erfahrung hier zu arbeiten, da ich vorher nur größere Stadtpfarreien kannte und erstmals in einer Landpfarrei tätig sein werde." Der Priester aus Indien war die letzten drei Monate im Kloster Weltenburg, wo er einiges über die Menschen, Land und Leute in Bayern erfahren durfte. Auch an die bayerische Küche konnte sich der Feinschmecker indischer Köstlichkeiten inzwischen gewöhnen. Bei der Fahrt unmittelbar an die tschechische Grenze nach Eslarn übernahm Pfarrer Antony aus Kelheim sozusagen die Navigation. Mit dabei waren zudem die Cousine von Pfarrer Antony, die als Ingenieurin in Regensburg arbeitet, und befreundete Benediktiner und Bekannte von Pfarrer Antony und Pfarrvikar Bivin. Unmittelbar nach der Ankunft führte die Gruppe der Weg zum Pfarrhof und in die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt", wo alle von der sakralen Innenausstattung der Kirche beeindruckt waren. "Eslarn ist ein wunderschöner, ruhiger Ort und Pfarrer Erwin Bauer freundlich und hilfsbereit", so die ersten Eindrücke des Pfarrvikars.

Im ehemaligen Kloster, seinem neuen Zuhause in den folgenden zwei Jahren, verpflegt sich der Hobbykoch überwiegend mit indischen Gerichten, wobei Reisspeisen in der Beliebtheit ganz oben stehen. "Ich hoffe, dass ich viel von Pfarrer Bauer lernen kann und wünsche mir mit den Pfarrangehörigen ein gutes Miteinander." Jede neue Begegnung und der Gedankenaustausch mit Menschen ist für Pfarrvikar eine Bereicherung. "Ich möchte alle und alles kennen lernen und wenn jemanden meine Hilfe braucht, bin ich da." Eine gute Zusammenarbeit mit seinem neuen "Schüler" wünscht sich auch Pfarrer Erwin Bauer. "Der Pfarrvikar soll sich in den zwei Jahren in der seelsorglichen Betreuung, in der Leitung von Gottesdiensten und einer Kirchengemeinde bewähren."

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