24.06.2020 - 12:18 Uhr
EslarnOberpfalz

Wie sieht die Schule der Zukunft aus?

„Vom Home-Schooling zurück zum Schulunterricht“: Eslarns Jugendbeauftragter trifft sich mit Landtagsabgeordnetem und Leiter des Oberviechtacher Gymnasiums zu einem Bildungsgespräch.

Dritter Bürgermeister und Jugendbeauftragter Bernd Reil diskutiert mit Landtagsabgeordnetem Tobias Gotthardt von den Freien Wählern und Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer (von rechts) über die Schule der Zukunft.
von Karl ZieglerProfil

Das erste Treffen des neuen dritten Bürgermeisters und Jugendbeauftragten Bernd Reil fand mit Landtagsabgeordnetem Tobias Gotthardt von den Freien Wählern und dem Leiter des Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer, zum Thema „vom Home-Schooling zurück zum Schulunterricht“ im Kommunbrauhaus statt. Ein Lob ging vor allem an alle Eltern, Schüler und nicht zuletzt an die Lehrer, die als Gemeinschaft die vergangenen Wochen gemeistert hatten. Auch die Politik müsse laut Reil aus der Krise lernen und alle Schulen mit Hardware und schnellem Internet versorgen.

Aus Eslarn besuchen viele Jugendliche das Gymnasium in Oberviechtach. Jugendbeauftragter Reil ist über den Elternbeirat mit der Schule eng verbunden. Das Treffen stand unter dem Motto „Zuhören, Zupacken und Zukunft gestalten“. Gotthardt dankte der "Schulfamilie", den Lehrkräften, Schülern und Eltern, für deren Einsatz. „Gemeinsam konnten wir die Corona-Krise bisher meistern.“ Entscheidend war das schnelle Handeln der Politik und das gemeinsame Anpacken vor Ort. Wichtig für Politik, Schule und Eltern sei jetzt auch das Feedback aller Betroffenen, aus dem alle lernen können.

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Erklärtes Ziel der Staatsregierung sei und bleibe, bis zum neuen Schuljahr wieder einen Normalschulbetrieb zu ermöglichen und die "Verwerfungen" des Jahres auszubügeln. Einen weiteren Schwerpunkt sieht der Abgeordnete des Oberpfälzer Wahlkreises in der Digitalisierung, deren Stärken und Grenzen gerade in Zeiten mit kompletten Homeschoolings aktuell erlebt werden konnten. "Wir haben binnen Tagen zehn Millionen Euro bereitgestellt, um die Serverkapazitäten vom Internetportal des bayerischen Kultusministeriums Mebis zu verzehnfachen und dabei erlebte ich Kultusminister Michael Piazolo als echten Motor", fügte Gotthardt an.

Der Unterricht musste laut Pfeiffer in der Coronazeit von heute auf morgen auf das Homeschooling umgestellt werden. Lehrer und Schüler waren gefordert, sich über Nacht mit der neuen Situation zurecht zu finden. Die Erfahrungen zeigen, dass man Miteinander vieles erreichen, Probleme lösen und Lehren aus der Pandemie ziehen kann. Insgesamtwar Pfeiffer trotz Mehrarbeit durch die außergewöhnliche Zeit zufrieden und lobte sein Team für die Umsetzung. Aus den Herausforderungen der vergangenen Monate müsse eine „Schule der Zukunft" wachsen und dies kann nur erreicht werden, wenn die Entwicklung weiter vorangetrieben wird.

Da laut Reil so mancher Schüler zu Hause immer noch mit langsamen Internetanschluss und fehlenden Laptop seinen Schulfreunden hinterher hinke und schwer zu erreichen war, sei auch hier der Staat gefordert, derartige Lücken zu schließen. Die Schulen benötigen dementsprechende Hardware und schnelles Internet, um bei derartigen Ausnahmesituation genügend Leihgeräte vorrätig zu haben. „Wenn wir auf der aktuellen Schiene der Digitalisierung bleiben wollen, muss die Politik Lehren aus der Pandemie, die eine Chance zum Wandel biete, ziehen“, forderte Reil von den Freien Wählern in Eslarn.

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