Die drei Jungstörche versuchten in den letzten Tagen mehrmals mit kräftigen Flügelschlagen im Storchenhorst am Kommunbrauhaus abzuheben. Bei drei Nesthockern war das Ausbreiten der weiten Flügel nicht so einfach und bedurfte ein Aufeinanderabstimmen. Da kam es schon vor, dass der ein oder andere Partner unabsichtlich einen Schlag auf den Storchenschnabel erhielt. Die Eltern hatten sich bereits aus dem "Staub" gemacht und warteten ab, bis wieder Ruhe in die Behausung gekommen war. Nach einigen Versuchen und Abheben vom Storchennest startete der erste Jungstorch vom Horst wacker in die Tiefe und segelte bis zum nächstgelegenen Hausdach. Da brauchte es nicht lange und die Geschwister fassten ebenfalls Mut und starteten zum Jungfernflug.
Im Ortsteil "Bühl" erspähte das Ehepaar Gretl und Hanns Winkelmann von ihrer Terrasse aus das wackere Trio auf dem Hausdach der Nachbarfamilie Bruckner. Die drei gefiederten Gäste auf den Dachziegeln beobachteten ohne Scheu und neugierig die Menschen und Tiere im Garten und machten sich nach längerem Verweilen zum nächsten Rastplatz auf den Flug. Gegen Abend zog der Nachwuchs gemeinsam mit ihren Eltern einige Runden über Eslarn und machten sich nach den Anstrengungen auf einer Wiese auf die Suche nach Leckerbissen und Wasser. Für die Storcheneltern hat damit das mühsame Füttern ihrer Storchenkinder ein Ende. Bis September heißt es fleißig Flugstunden nehmen, um den weiten Flug nach Süden mit den Eltern überstehen zu können.
Eslarn
25.07.2018 - 13:22 Uhr
Storchentrio erkundet Heimat
von Karl Ziegler
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