Eslarn
03.09.2018 - 09:03 Uhr

Tour de Force durch das Baltikum

Eine Reisegruppe aus Eslarn und aus der Region um Pfarrer Erwin Bauer unternimmt an sieben Tagen eine interessante Bildungsreise durch Estland, Lettland und Litauen.

Pfarrer Erwin Bauer (links) und die Reisegruppe aus den Landkreisen Neustadt und Schwandorf sind von den baltischen Staaten beeindruckt. Bild: gz
Pfarrer Erwin Bauer (links) und die Reisegruppe aus den Landkreisen Neustadt und Schwandorf sind von den baltischen Staaten beeindruckt.

(gz) Die Reise durch das Baltikum, so nah an Deutschland und von Land und Leuten doch so anders, war laut Mitreiseleiter Pfarrer Erwin Bauer ein beeindruckendes Erlebnis. Der Priester aus Eslarn wurde von den Frauen und Männern "guter Hirte" genannt und der Zufall wollte es, dass die örtliche Reiseleiterin wie der Geistliche am 8. August geboren wurden.

Die Mitreisenden aus Eslarn, den Landkreisen Neustadt und Schwandorf machten sich mit dem Omnibus auf dem Weg in die litauische Hauptstadt Vilnius. Nach dem Einchecken im Hotel stand ein Rundgang durch die Altstadt an. Der Spaziergang führte entlang an sehenswerten Gebäuden und Kirchen aus dem Barock, der Gotik, Renaissance und dem Klassizismus und glich einem Ausflug durch die verschiedenen Epochen. In der mächtigen Kathedrale des Erzbistums durfte Pfarrer Bauer nach Rücksprache mit dem Bischof einen Gottesdienst zelebrieren.

"Es war nicht nur für mich ein unbeschreibliches Erlebnis." Ein Symbol der Stadt und bedeutender Wallfahrtsort ist das "Tor der Morgenröte" mit der Torkapelle, die als besonderen Schatz eine "Schwarze Madonna" beherbergt. Als heiliger Platz vom katholischen Litauen wird der Wallfahrtsort "Berg der Kreuze" mit den tausenden Kreuzen bezeichnet. Trotz mehrfacher Beseitigung durch Andersdenkende wurde der zehn Meter hohe Kreuzes-Hügel wieder aufgebaut und ist seither eine Stätte vieler Legenden. Noch vor der litauischen Grenze tauchte das Barockschloss "Rundale", die Sommerresidenz der Herzöge zu Kurland auf. Der Prachtbau wird auch Versailles des Baltikums genannt.

Ein weiterer Höhepunkt war nach einer Stadtbesichtigung in Riga, der Hauptstadt von Lettland und größten Stadt des Baltikums, das fakultative Orgelkonzert im Dom. "Die Orgel gehört zu den wertvollsten der Welt" fügte Pfarrer Bauer an. Ebenfalls sehenswert waren das Schloss, die gotische Petrikirche, das schwedische Tor aus dem Mittelalter und die Renaissance-Häuser. Die Fahrt führte entland der Küstenstraße über die Landesgrenze zum estnischen Badeort Pärnu, der Sommerhauptstadt Estlands und weiter in die Landeshauptstadt Tallinn an die Ostsee.

Die Oberpfälzer trafen auf eine Mischung von mittelalterlichen und modernem Stadtleben, auf eine sehenswerte Altstadt mit vielen Geschäften, Cafes, alter Stadtmauer und Burg. Gewaltig zeigte sich die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale und das mittelalterliche Rathaus. In Estland machten die Reisenden aufgrund der russisch sprechenden Menschen und speziellen russischen Gerichte Grenzerfahrung zu dem mächtigen Russland, obwohl man zwei Autostunden östlich noch immer in Estland ist. Dagegen merkte man in Tallinn die Nähe zu Skandinavien, da es nach Helsinki lediglich zwei Stunden waren und nach Stockholm täglich Schiffe ablegten. Noch Tage nach der Bildungsreise zeigten sich die Mitreisenden um Pfarrer Bauer von der Baltikum-Tour mächtig beeindruckt.

 
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