Der Deutsche Wachtelhund ist ein vielseitig einsetzbarer und veranlagter, mittelgroßer Stöberhund, der seit 1903 offiziell in Deutschland gezüchtet wird. Insgesamt sechs Teilnehmer stellten sich mit ihren wachsamen Wegbegleitern der anspruchsvollen Prüfung. Leider scheiterte ein "Gespann" aus Pegnitz in einem Fach knapp an den hohen Anforderungen.
Der Verein für Deutsche Wachtelhunde, Landesgruppe Oberpfalz/Niederbayern, traf sich am Gasthaus "Tillyschanz" mit acht Prüfern, sechs Hundehaltern und einem Revierleiter zur Eignungsprüfung Brauchbarkeit (EPB). Die Prüfungsleitung lag in den bewährten Händen von Ludwig Hartl aus Tännesberg und geprüft wurde in zwei Gruppen durch die Richter Christian Riedl, Michael Hölzl, Hans Sturm, Bernhard Eglseer, Martin Seits, Lisa Minderjahn, Annabell Lange und Ludwig Hartl. Der Prüfung in insgesamt elf Fächern stellten sich sechs Hundeführer, die den aktuellen „Ausbildungsstand“ ihrer Deutschen Wachtelhunde nachweisen wollten und in den einzelnen Fächern entsprechend benotet wurden.
Geprüft wurden neben den Mindestvoraussetzungen für die jagdliche Brauchbarkeit mit Stockmaß, Fell und Gebiss vor allem die Schussfestigkeit, das Bringen von Feder- und Haarwild, der Gehorsam, die Leinenführigkeit und Standruhe. Die Hauptaufgabe des Wachtelhundes liegt beim Stöbern im Wald, wo er mit einem starken Finderwillen, einem hohen Maß an Selbstständigkeit und einer feinen Nase ausgestattet wildorientiert selbst große Dickungen absucht. Doch nicht nur im Wald, sondern auch im Feld und am Wasser überzeugten die Wachtelhunde und stöberten im dichtesten Schilf ebenso gut wie in Hecken oder hohem Feldbewuchs. Dank der bedingungslosen Leistungszucht und den strengen Prüfungen erhält der Jäger für die Wald- und Wasserjagd einen hochpassionierten, einsatzwilligen und spurlauten Jagdhund.
Nach einem problemlosen Prüfungsverlauf traf sich die Prüfgemeinschaft spätnachmittags wieder im „Prüfungslokal Tillyschanz“, wo durch den stellvertretenden Landesgruppenvorsitzenden Martin Seits die Notenbekanntgabe und Zeugnisverleihung erfolgte. Der Landesvorsitzende sprach von perfekt vorbereiteten Hundeführern, guten Prüfungsergebnissen und einer insgesamt guten Stimmung unter Prüfern und Prüflingen. Von den sechs Teilnehmern hatte es ein „Gespann“ leider nicht geschafft, fasste Seits zusammen. Der Rüde "Ronny vom Ritterholz" der jungen Führerin aus Pegnitz lag nur in einem Fach daneben. Erfolgreicher waren mit je einem 1. Preis Günther Hoffmann aus Maxhütte-Haidhof mit dem Wachtel „Wolf vom Wasserstein“ und Thomas Eyrainer aus Reichertshausen in Oberbayern mit „Curt vom Wisentwald“. Einen 2. Preis erreichte „Terry von der Kellnau“ von Sebastian Kirchhammer aus Mainburg und einen 3. Preis „Quinta vom alten Kloster“ von Hundeführerin Hanna Merz aus Stelzenberg im Pfälzer Wald und „Greta vom Callenberger Forst“ mit Hundeführer Walter Stadler aus Passau.
Das Richtergremium um stellvertretenden Landesgruppenvorsitzenden Seits gratulierte allen Prüflingen und Prüfungsleiter Ludwig Hartl dankte Betriebsleiter Stefan Bösl vom Forstbetrieb Flossenbürg von den Bayerischen Staatsforsten und Revierleiter Rudolf Stadler für die Überlassung des optimalen Prüfungsreviers. Einen Dank richtete Hartl auch an die Eslarner Jagdpächter Eduard und Michael Forster, die mit ihrem Naturweiher mit Schilfvegetation eine anspruchsvolle und ideale Wasserarbeit für die Hunde ermöglichten, und an Christa und Hans Kaiser von der Tillyschanz für ihre vorzügliche "Rundumversorgung". Wiederum ganztägig anwesend war als sachkundiger Begleiter und Beobachter Zuchtwart Olda Liska vom tschechischen Wachtelhundeverein, der sich vom durchschnittlich hohen Leistungsstand der Wachtelhunde überzeugte.













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