18.01.2019 - 09:41 Uhr
EslarnOberpfalz

Zierer zapft für Zusammenhalt in Eslarn

Eslarns zweiter Bürgermeister Georg Zierer richtet seit mehr als drei Jahren ein geselliges Treffen im "Biererlebnis Kommunbrauhaus" aus. Die Veranstaltung lockt auch Gäste an, die sonst nicht auf einen Frühschoppen gehen würden.

Georg Zierer sorgt beim Frühschoppen im "Biererlebnis Kommunbrauhaus" an der Schenke für ständigen Nachschub.
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Brauer, Bürgermeister, Museumsführer: Georg Zierer engagiert sich. Der Eslarner übernimmt deshalb auch nach der Eröffnung des "Biererlebnis Kommunbrauhaus" die Verantwortung für das Museum. Dazu gehört auch ein regelmäßiger Frühschoppen im Brauhaus, den der Markt selbst ausrichtet. Im Interview erklärt er, was es damit auf sich hat.

ONETZ: Wie lange gibt es das Treffen schon?

Georg Zierer: Das Kommunbrauhaus gibt es seit 9. Mai 2015. Gleich nach der Einweihung war der erste Frühschoppen.

ONETZ: Wie hat sich das mit der Zeit entwickelt?

Der Markt lädt ungefähr alle zwei Monate ein. Einige, die normalerweise nicht zum Frühschoppen gehen, kommen ins Kommunbrauhaus, weil die Gemeinde ihn veranstaltet. Die Brauerei gehört ja der Kommune. Das letzte Mal waren wir 30 Personen.

ONETZ: Warum organisiert der Markt selbst das Beisammensein?

Man will einfach Leben in das „Biererlebnis Kommunbrauhaus“ reinbringen. Die Leute sollen vorbeischauen und sich Weißwürste und Rebhuhnzoigl schmecken lassen. Wir haben nur wenige Gaststätten, die noch einen Frühschoppen anbieten, und wir wollen diese Tradition aufrechterhalten. Wir wollen aber keine Konkurrenz zu den Wirtshäusern sein, sondern eine Bereicherung für den Markt.

ONETZ: Lässt der Markt auch was springen?

Bier und Weißwürste gibt es zum normalen Preis.

ONETZ: Übernehmen Sie immer den Ausschank?

Zu 90 Prozent bin ich es, dann ist es auch mal ein Marktratskollege oder der Lehrling von der Gemeinde.

ONETZ: Wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen?

Mein Vater ist ja Kommunbraumeister. Der braut mit 91 Jahren noch. Ich bin Braugehilfe. Außerdem bin ich ehrenamtlich sehr aktiv, etwa als Festleiter beim Heimatfest und zweiter Bürgermeister. Ich kümmere mich um die Führungen durchs Kommunbrauhaus, den Barthlmarkt, den Tag des Bieres am 23. April mit dem Kommunbierfest und um alles, was im „Biererlebnis Kommunbrauhaus“ stattfindet.

ONETZ: Brauen Sie auch das Rebhuhnzoigl?

Das Rebhuhnzoigl braut mein Vater. Dafür verwenden wir nur Biomalze. Etwa aus altem Urgetreide wie Emmer und Einkorn. Dazu kommen Dinkelmalz, Gerstenmalz, Wasser, Hopfen und Hefe. Ich bin für die Vergärung und das Abfüllen im Bauhof zuständig.

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