09.09.2019 - 10:29 Uhr
EslarnOberpfalz

Zoiglkultur visuell und kulinarisch

Die Verantwortlichen hatten sich beim Tag des offenen Denkmals bestens vorbereitet. In Eslarn gab es zu Rebhuhnzoigl Zoiglbrot und Flammkuchen aus dem Holzbackofen.

Auf der Bühne und im Publikum sorgten "Blech 5fünf" bestens für Stimmung.
von Karl ZieglerProfil

Für beste Unterhaltung und für Spezialwünsche sorgten im Festsaal des Kommunbrauhauses die sechs Musiker von "Blech 5ünf". Den Oberpfälzer Zoigltag am Tag des offenen Denkmals veranstaltete die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft "Echter Zoigl vom Kommunbrauer" und den jeweiligen fünf Zoigl-Kommunen. Die Zoiglkultur verbunden mit immateriellem und materiellem Kulturerbe konnten interessierte Gäste und die jeweilige Bevölkerung an verschiedenen Zoigl-Standorten erleben. Ein kostenloser Shuttlebus zwischen Eslarn und Windischeschenbach und weiter nach Neuhaus, Falkenberg und Mitterteich und zurück sorgte für eine ganztägigen Verbindung. Ein vielfältiges Programm rund um den Zoigl, in Eslarn speziell um das Rebhuhnzoigl und das patentierte Kommunbier ließ die Eslarner Brautradition in Worten, Bilder und in Ton aufleben. Durch das Reich des Brauwesens im Museum "Biererlebnis Kommunbrauhaus" führte ganztags der 92-jährige Kommunbraumeister Georg Zierer senior.

Die Gäste waren vom Wissen des langjährigen Brauers und von der Tatsache, dass Zierer bereits 68 Jahre das Brauehrenamt ausführt. Beim Besuch des "Biererlebnisses" konnten die Gäste die Zoiglkultur mit allen Sinnen erleben. Im Anschluss gab es am Ausschank zu freundlichen Service Rebhuhnzoigl und am Holzbackofen Zoiglbrot und Flammkuchen. Um die Mittagszeit erläuterten der Künstler Harald Bäumler und Zoiglbotschafter Norbert Neugirg die bereits in Eslarn und Neuhaus installierten und in Windischeschenbach, Falkenberg und Mitterteich noch in der Warteschleife befindlichen Zoigl-Skulpturen. In dem Zusammenhang dankten beide vor allem dem Bezirk Oberpfalz, der Schutzgemeinschaft „Echter Zoigl vom Kommunbrauer“, dem Bohème-Bayerisch-Böhmischer-Kulturverein in Amberg und den fünf Zoiglkommunen für die Unterstützung. Sowohl Bäumler als auch Neugirg stellten die Gemeinschaft der Brauer und Genießer, sowie die Wichtigkeit für den Schutz der Zoiglmarke in der Oberpfalz in den Fokus.

Der Grundstein für den Zoigl-Skulpturenweg und die lebendige Kommunbrautradition wurde in Eslarn und in Neuhaus bereits gelegt und wird in Windischeschenbach, Falkenberg und Mitterteich mit weiteren Skulpturen fortgesetzt. Die dadurch entstehenden Markpunkte und Wiedererkennungsmerkmale zeigen symbolisch die Zoiglbrautradition und die Betrachter begeben sich von Eslarn nach Mitterteich auf ein "Herstellungs-Reise" vom Brauen bis zur Verkostung. In den Darstellungen der Bronzeskulpturen spiegelt sich die Braukunst vom Element Feuer in Eslarn, der getragenen Würze in Neuhaus und wird mit dem Tragen von Fässern in Windischeschenbach, dem Ausschank in Falkenberg und dem Zuprosten in Mitterteich fortgesetzt. Erinnert wurde an die Enthüllung der ersten Skulptur in Eslarn durch den Heimat- und Finanzminister Albert Füracker im Beisein von Bezirkstagspräsident Franz Löffler und weiterer Ehrengäste.

Auch eine Erklärung für den ersten Standort in Eslarn hatte Bildhauer Bäumler parat. "Die Gäste können sich im bestehenden Kommunbrauhaus und Zoiglmuseum ein Bild von der Biertradition machen und sich auf die Reise zu den weiteren Zoiglstandorten machen." Zudem nahm Bürgermeister Reiner Gäbl die Gelegenheit wahr, um über das Brauwesen, das Rebhuhnzoigl und Kommunbier aufzuklären. Besonders erfreut war Gäbl über die Anwesenheit zahlreicher Besucher, besonders über Vertreter vom Bezirk und aus anderen Kommunen. Den Zoigltag, an dem sich alles um das einzigartige Stück Oberpfälzer Kulturgut "Zoigl" drehte, gemütlich ausklingen lassen konnten die Gäste trotz einsetzenden Regens im Festsaal des Kommunbrauhauses.

Die Gäste aus Berlin, Düsseldorf und Waldmünchen waren vom Wissen des 92-jährigen Kommunbrauers Georg Zierer über das Brauwesen und die benötigten Produkte wie Hopfen beeindruckt.
Für reichlich Infos sorgten Zoiglbotschafter Norbert Neugirg, Künstler Harald Bäumler und Bürgermeister Reiner Gäbl.
Am Zoiglbrunnen vor dem Rathaus sorgte Vorarbeiter Anton Hochwart für Zoigl-Nachschub.
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