Etsdorf bei Freudenberg
21.08.2019 - 10:19 Uhr

Etsdorfer Kirwapaare als Helfer in der Not

Diese Kirwa wird vielen Etsdorfern noch lange in Erinnerung bleiben. Ein heftiger Sturm bereitet am Sonntagabend dem gemütlichen Feiern ein jähes Ende. Die Kirwapaare fackeln nicht lang und werden zu Helfern in der Not.

Die 23 Paare stehen am Wochenende im Mittelpunkt der Etsdorfer Kirwa. Sie machen sich in diesem Jahr aber nicht nur um das Brauchtum verdient, sondern helfen auch bei den Aufräumarbeiten nach dem heftigen Sturm mit. Bild: has
Die 23 Paare stehen am Wochenende im Mittelpunkt der Etsdorfer Kirwa. Sie machen sich in diesem Jahr aber nicht nur um das Brauchtum verdient, sondern helfen auch bei den Aufräumarbeiten nach dem heftigen Sturm mit.

Am Samstag in aller Herrgottsfrüh machten sich die Kirwaburschen nach alter Tradition auf den Weg, um den Baum einzuholen. Am Nachmittag hievten sie zusammen mit kräftigen Männern aus dem Dorf das 30 Meter lange, stattliche Wahrzeichen des Festes mittels Goißen und viel Muskelkraft in die Höhe. Die Moidln hatten den Baum zuvor mit selbst gebundenen Kränzen, weiß-blauen Bändern und Herzen geschmückt. Abends sorgten die Paare und die Band Rundumadum für tolle Stimmung. Die Gaudi war groß, und bei den kulinarischen Schmankerln des Gasthauses Zum Steinköppl ließ es sich ausgiebig feiern.

Unter hochsommerlichen Temperaturen boten am Sonntagnachmittag die Kirwakids und die rekordverdächtige Zahl von 23 Paaren einen Festhöhepunkt. Sie zeigten ihre Tänze und sangen selbst getextete Gstanzln. Die zahlreichen Zuschauer wurden bestens unterhalten und geizten nicht mit Beifall. Traditionell zu einem Walzer ging der Blumenstrauß herum, dabei wurden als neues Oberkirwapaar Anna-Maria Dietrich und Jonas Schießlbauer ermittelt. Nach dem Ehrenwalzer zogen die Paare in das Festzelt, wo Reiger Hans flott aufspielte.

Abends suchte jedoch plötzlich ein Unwetter den Festplatz heim. Der Sturm ließ das Barzelt durch die Luft fliegen, und auch das große Festzelt konnte nur dank des Einsatzes zahlreicher Besucher, die mutig das Gestänge festhielten, vor der völligen Zerstörung gerettet werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Als Spätfolge des Sturms sagten die Paare das immer am Kirwamontag stattfindende Kirwabärtreiben kurzfristig ab. Statt diesem Spektakel mit Musik, Gesang, Alkohol und Spaß halfen die Kirwaleute im ganzen Dorf tatkräftig bei den Aufräumarbeiten mit. Schadensbegrenzung war angesagt. Auch das Bar- und das Festzelt wurden wieder aufgebaut, damit die Kirwa am Abend weitergehen konnte. Zur Stärkung und zum Dank gab es unter anderem die berühmte Leberknödensuppe der Familie Kaa sowie, nach getaner Arbeit, eine kräftige Brotzeit bei Familie Allwang.

Frisch geduscht zogen die Paare abends wieder fesch in Dirndl oder Lederhose im gut gefüllten Festzelt ein und gaben nochmals ihre Tänze zum Besten. Für Stimmung sorgte die Band Royal. Zusammen mit ihren Gästen feierten die Moidln und Buam bis in die Morgenstunden.

Das neue Etsdorfer Oberkirwapaar bilden Anna-Maria Dietrich und Jonas Schießlbauer. Bild: has
Das neue Etsdorfer Oberkirwapaar bilden Anna-Maria Dietrich und Jonas Schießlbauer.
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