28.02.2020 - 16:44 Uhr
EtzelwangOberpfalz

CSU und Freie Bürger Etzelwang äußern sich zur Kommunalwahl

Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Roman Berr referieren bei einer Veranstaltung im Gemeindestadel.

Nach den Ausführungen von Landrat Richard Reisinger zur Kreispolitik wendet sich Bürgermeister Roman Berr (hinten, stehend) aktuellen Themen aus der Gemeinde Etzelwang zu.
von Autor SREProfil

Zu einem Bürgergespräch mit Landrat Richard Reisinger luden die CSU und die Freien Bürger Etzelwang in den Gemeindestadel ein. Der Landkreis-Chef spannte einen weiten Bogen über kommunalpolitische Themen.

Örtlichen Bahnanschluss erhalten

Die wirtschaftliche Lage sei gut. Ein Branchenmix aus Mittelstand und Industrie habe sich bewährt. Die Schulsituation bezeichnete er in allen Zweigen insgesamt als gut, auch wenn Investitionen getätigt werden müssten. Nicht ohne Probleme sei die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, insbesondere in Hinblick auf den Notfalldienst. Darüber hinaus machte sich Reisinger für den Erhalt der Krankenhäuser stark. Als weitere Punkte sprach er den Landschaftsschutz, regenerative Energien sowie den Erhalt des örtlichen Bahnanschlusses neben der Stärkung des Busverkehrs an. Sein Augenmerk lag auch auf dem Tourismus, der neben den traditionellen Formen sowohl über die neuen Medien als auch auf Messen beworben werde. Als Beitrag des Landkreises vor Ort erfolgte ein Hinweis auf den fertiggestellten Radweg im Lehental.

Unter das Motto "Unsere Gemeinde - ein Leben lang lebenswert" stellte Bürgermeister Roman Berr seine Zukunftsvisionen für die Gemeinde Etzelwang. Hierbei schnitt er die Themenbereiche Kinderkrippe und Ganztagsbetreuung mit den Schnittstellen zu Kirche und Jugendamt an. Wichtig sei ihm, dass trotz personeller Probleme bedarfsangemessen Plätze vorgehalten werden. Als Partner sah er die Gemeinde Neukirchen und eventuell private Investoren.

Klassenzimmer bei Neubau kleiner

Hinsichtlich der Grundschule wies Berr darauf hin, dass es bei der Entscheidung Neubau oder Sanierung darum gehe, für die Schüler die besten Bedingungen zu schaffen. Der Behauptung, er und seine Fraktion schauten "nur ums Geld", widersprach er energisch. So schrumpfe bei einem Neubau nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben die Klassenzimmergröße von derzeit 50 bis 70 m² auf 30 m². Dies bedeute etwa 2 m² pro Kind. Im drastischen Vergleich dazu würden einer Mastsau im Stall 2,5 m² zugestanden. Berr sprach sich daher dafür aus, in der Schuldebatte Populismus und Prestigedenken beiseite zu lassen. Stattdessen sollten mit Sachlichkeit und Transparenz die Bürger mitgenommen werden.

Auf Zusammenarbeit gesetzt

Die Schaffung notwendigen Wohnraumes sei mit dem Ausweisen eines neuen Baugebietes und einer Überplanung des alten Schulgeländes bereits eingeleitet. Für die ältere Generation sei des Amt des Seniorenbeauftragten geschaffen worden, das weiterentwickelt werden solle.

Nahezu sämtliche Tagesordnungspunkte in den Gemeinderatssitzungen kämen aus den Reihen der CSU/FB. Sie setze trotz ihrer Mehrheit stets auf Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen, was sich in den meist einstimmigen Beschlüssen niederschlage. Die Grünen gingen nun sogar soweit, keinen eigen Kandidaten aufzustellen, da bereits ein guter Bürgermeister im Amt sei. Deshalb wunderte sich Berr darüber, aus anderen Teilen nun Aussagen zu hören, man habe eh nichts ändern können und nur deshalb zugestimmt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.