07.05.2020 - 09:56 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Kirwabaum erlaubt, Tanzen verboten

Die Corona-Pandemie sorgt für einen Kahlschlag im Veranstaltungskalender bis in den Herbst hinein. Was wird da eigentlich aus den beliebten Kirchweihen?

Auf den beliebten Brauch, den Kirchweihbaum auszutanzen, müssen die Kirwapaare heuer wegen Corona verzichten. Es bleibt die Erinnerung an 2019, als dieses Bild entstand.
von Leonhard EhrasProfil

Zu seiner letzten Sitzung der alten Wahlperiode versammelte sich der Gemeinderat Etzelwang in der Schulturnhalle. Ratsmitglieder und Zuhörer hielten den vorgeschriebenen Abstand ein und zogen sich Gesichtsmasken über.

Geschäftsstellenleiterin Kerstin Brüning informierte, was die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie für das Aufstellen von Mai- und Kirchweihbäumen bedeuten. Dieser Brauch dürfe gepflegt werden, wenn die Abstands- und Hygienevorschriften gewahrt bleiben. Um den Baum zu tanzen, ist dagegen verboten. Die sonstigen Vorschriften zu Veranstaltungen und Versammlungen gelten weiter.

Die übrige Tagesordnung prägten vor allem Bauangelegenheiten. So akzeptierte das Gremium Änderungen bereits eingereichter Pläne, die eine Garagenstellung sowie den Neubau von drei Zapf-Massiv-Garagen aus Stahlbeton in Ziegelhütten betreffen. Ein Vorhaben im Baugebiet Schlossblick verwies der Rat an den Bauausschuss zurück. Im Antrag geht es um ein Einfamilienwohnhaus mit Flachdach, während der Bebauungsplan im Schlossblick aber Satteldächer vorsieht. Die Frage nach den Eigentumsverhältnissen bei einer Zufahrt nach Rupprechtstein wurde in den nichtöffentlichen Teil verlegt.

Bürgermeister Roman Berr informierte darüber, dass der Zweckverband zur Wasserversorgung die Arbeiten an der Dorferneuerung Kirchenreinbach genutzt hat, um die alten Wasserleitungen zu erneuern. Gleichzeitig wurde im betroffenen Bereich ein Teilstück der Asphaltdecke ergänzt, was Kosten von 11 000 Euro verursachte.

Zum Arbeitsschutz in der Kläranlage gelten besondere Hygienevorschriften. Deshalb müsse die Gemeinde für die Kläranlage und deren Personal ein eigenes Fahrzeug kaufen, erläuterte Bürgermeister Roman Berr. Er legte ein Angebot über einen Vorführwagen der Marke Fiat zum Preis von 8 700 Euro vor. Gemeinderat Günther Renner ergänzte, dass für das Auto auch ein Stellplatz bereitgestellt werden sollte.

Gemeinderat Heinz Marschalek empfahl, zusammen mit anderen Gemeinden ein Sonderprogramm aufzulegen, um die zu erwartenden Kosten für die Beseitigung der Maxhüttenschlacke im Unterbau von sanierungsbedürftigen Straßen abzufedern. Dieses Sonderprogramm sollte verhindern, dass diese Kosten von der Gemeinde alleine getragen werden müssen.

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