29.11.2019 - 11:48 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

"Bigamie ist, wennst a Frau zuviel hast"!

Mit dem „Club der Pantoffelhelden“ zeigten die Etzenrichter Laienspieler wieder einmal, dass auch eine kleine Bühne enorme Anziehungskräfte haben kann.

von Autor WLRProfil

Bei insgesamt vier Aufführungsterminen waren die Karten fast komplett ausverkauft und es machte den neun Laienschauspielern mächtig Freude, an vier Abenden vor einem voll besetzten Zuschauerraum auf der Bühne im Untersaal der katholischen Kirche zu stehen.

Schon der Anblick von Willi Hubbele (Walter Voß), einem aufrechten und gestandenen Mann, der sich allerdings nur sehr schwer gegen seine Frau Ella (Maria Smola) behaupten konnte, und seinen Freunden Friedrich Beisel (Martin Glökler) der mit seiner Ricarda (Melanie Dick) genau so geplagt war wie Peter Faber (Josef Beer) mit Ehefrau Gundi (Sandra Hirmer), löste wahre Lachsalven aus. Die drei Pantoffelhelden spielten ihre Rolle hervorragend. Sofort war klar, dass Willi und seine Freunde wohl im Berufsleben gestandene Männer waren, ihren Frauen hatten sie allerdings relativ wenig entgegenzusetzen. Kochen, waschen, bügeln und den Rest der Hausarbeit erledigten die drei Helden neben ihrem normalen Berufsleben, während sich die Ehefrauen ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Erziehung ihrer Männer, widmeten.

Bei den Männern galt jedenfalls der Spruch:“ Wenn ein Mann zurückweicht, dann weicht er zurück. Wenn eine Frau zurückweicht, dann nur um Anlauf zu nehmen“.

Bei allem Respekt, den die Männer vor ihren Frauen hatten, hüteten sie ein Geheimnis, das die Frauen nicht wussten, denn sie besuchen heimlich den Nachtclub „Zur blauen Grotte“ um die Bardame Carmen (Katja Schönberger) zu umgarnen. Äußerst Peinlich wurde die Situation für Willi, als Carmen plötzlich auftauchte, sich auf seinem Sofa räkelte und bei ihm für eine Weile einziehen wollte, weil ihre Wohnung gerade renoviert werde.

Gott sei Dank, dass es da noch den Kumpel Ritchie (Maximilian Rösch) gab, das genaue Gegenteil der drei Freunde und ein Rebell, wie er im Buche steht, der sich einen Plan ausdachte um die Pantoffelhelden aus dem Joch der Unterdrückung zu befreien.

Nach dem Motto „Gott sieht alles, die Nachbarschaft noch mehr“, stand natürlich ständig die Hausmeisterin Christine Zausel (Moni Waldeck) auf dem Programm um ja nichts zu verpassen, genauestens über die Mieter im Haus informiert zu sein und sich überall einzumischen.

Wie immer schafften es die Etzenrichter Laienspieler ihr Publikum zu begeistern und dank der drei Spieler aus Neunkirchen, die sich hervorragend in die Etzenrichter Spielgemeinschaft einfügten, war es dieses Jahr auch möglich eine Komödie für neun Darsteller auszusuchen. Nach dem letzten Vorhang zeigten sich auch die Souffleusen Martina Rast und Renate Zwerenz, sowie Maskenbildnerin Manuela Hammer. Großer Dank galt auch den Bühnenbildnern der Laienspielgruppe.

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