15.11.2018 - 09:36 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Emma dreht durch

„D'Emma is kemma“, heißt es bei den Etzenrichter Laienspielern an drei Abenden vor ausverkauftem Haus. Und Die gute Tante es wahrlich in sich.

von Autor WLRProfil

Das schauspielerische Können der Laienspieler ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. So waren schon auf dem Weg zum Untersaal der katholischen Kirche etliche Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Tirschenreuth, Schwandorf und auch Amberg-Sulzbach zu sehen.

Herzlicher Applaus der Besucher zeigte den Darstellern, dass sich die wochenlangen Proben ausgezahlt hatten. Im mittlerweile dritten Jahr auf der neuen Bühne wurde die Bestuhlung für die Zuschauer auf drei Ebenen angeordnet. Die handwerklichen Fähigkeiten der Spieler und des Vorstands zahlten sich dabei aus: Die mit OSB-Platten belegten Podeste, die Geländer und Lichtstreifen zur Absicherung sind mittlerweile perfekt. Die Laienspielgruppe hat hier tatsächlich ihre neue Heimat gefunden.

Das Lustspiel in drei Akten aus der Feder von Fred Bosch war genau auf die theaterbegeisterten Darsteller zugeschnitten, und das Publikum kam voll auf seine Kosten. Auf dem Bauernhof mit Pension von Hans Lachinger (Martin Pleier) lebten die Protagonisten in Harmonie nebeneinander her. Gäbe es da nicht immer wieder den Gedanken, dass die Schwägerin Lachingers, Tante Emma Jaschke (Renate Zwerenz), zu ihrem jährlichen Besuch auftauchen könnte.

Und dann meldet sie sich tatsächlich an und will vom Bahnhof abgeholt werden, was Anna (Maria Smola), die auf dem Hof lebende Schwester der Hauserin Kathi Krautberger (Moni Waldeck), auch macht und mit Hilfe des bockigen Pferdes Emma gleich mal mit im Saustall zwischen den Schweinen landen lässt. Lachingers Sohn Anderl (Maximilian Rösch) und Tochter Kuni (Katja Schönberger) sind gar nicht begeistert über den Besuch und müssen wieder einmal die Rechthaberei der Tante über sich ergehen lassen.

Die Familie mit Pensionspersonal und dem Nachbarn, Bürgermeister Anton Schnauzer (Walter Voß) überlegen sich, wie sie die Tante auf schnellstem Weg wieder los werden und schmieden einen Plan. Der Hausherr hat die Idee, in die Rollen fiktiver Pensionsgäste zu schlüpfen und Emma so zur Verzweiflung zu bringen. Am Ende dreht Emma völlig durch und fährt wieder heim nach „Eschenbach“, wo die Luft wohl besser für ihre Gehirnzellen sei.

Das Publikum lachte herzlich über die Geschichte und stärkte sich in den Pausen mit Wurstsemmeln und Getränken.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.