Eine traurige Nachricht erreichte Etzenricht am Wochenende: Oskar Wagenbüchler ist am 29. Januar im Alter von 85 Jahren in New York verstorben. Obwohl er bereits seit 1961 in den USA lebte, blieb Wagenbüchler mit dem Ort, in dem er aufgewachsen war, stets verbunden.
Wagenbüchler, in der Heimat auch bekannt als der "Dorffriseur von Manhattan", hatte in der Upper East Side einen Barber Shop. In seinem Laden durfte er im Laufe der Zeit vielen Prominenten die Haare schneiden. Franz Beckenbauer, Pele, Paul Breitner, Richard von Weizsäcker oder Gunther Gabriel schauten vorbei. Aber auch Leute wie Joshua Davidson und Peter Rubinstein, einflussreiche Rabbinern in New Yorks jüdischer Community, zählten zu seinen Kunden.
Trotz New York im Herzen ein Etzenrichter
Seine Lehre hat Wagenbüchler in der Nachkriegszeit beim Bahnhofsfriseur Wagner in Weiden absolviert, dann war er als Geselle in Vohenstrauß im Salon Sollfrank beschäftigt. Bevor es ihn nach Amerika zog, arbeitete Wagenbüchler in Frankfurt. Dass aus einem Besuch bei Verwandten in New York ein ganzes Leben werden würde, hatte er nie gedacht. Doch dann lernte Wagenbüchler in der U-Bahn seine Frau Maria, die Schwester des slowakischen Eishockeynationalspielers Peter Ihnacák, kennen und blieb.
Seiner Verbundenheit mit der Heimat tat das keinen Abbruch. So oft er konnte flog der Friseur nach Deutschland, um seine Schwester Inge zu besuchen oder beim Hoffest der Familie Beutner dabei sein zu können. Nicht selten brachte er Freunde aus New York mit oder ließ sich von Sohn Oscar begleiten.













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