Etzenricht
04.10.2019 - 11:45 Uhr

Etzenrichter KAB vor dem Aus

Schlechte Aussichten: Sollte sich bis zur außerordentlichen Versammlung am 22. Oktober kein neuer Vorstand finden, muss der Ortsverband der KAB Etzenricht aufgelöst werden.

Das sind voraussichtlich die letzten Ehrungen beim Etzenrichter KAB-Ortsverband. Pfarrer Heribert Englhard ehrte mit Kreisvorsitzendem Georg Schreglmann und Petra Dötsch (hinten, von links) mit Ehrennadeln (sitzend, von links) Andreas Ott, Gretl Windisch, Anna Kick, Ida Ott und Else Geier. Bild: wlr
Das sind voraussichtlich die letzten Ehrungen beim Etzenrichter KAB-Ortsverband. Pfarrer Heribert Englhard ehrte mit Kreisvorsitzendem Georg Schreglmann und Petra Dötsch (hinten, von links) mit Ehrennadeln (sitzend, von links) Andreas Ott, Gretl Windisch, Anna Kick, Ida Ott und Else Geier.

In der Verlesung des Protokolls über die Jahreshauptversammlung von 2008 durch Anna Schiesl wurde klar, dass der Ortsverband schon seit Jahren damit kämpft, neue Mitglieder zu bekommen, um weiter existieren zu können, und das Problem, einen neuen Vorstand zu finden, schon lange vor sich herschiebt.

Erwin Wällisch, der die Versammlung stellvertretend für die Vorsitzende Mathilde Schmid moderierte, erklärte, dass in den vergangenen elf Jahren Aktivitäten wie Josefifeiern, Maiandachten, Krankenbesuche, Adventsfeiern, der Aufbau der Altäre an Fronleichnam und Vorträge aufrechterhalten wurden. Auf Grund der Altersstruktur seien aber die Teilnehmer bei den Unternehmungen immer weniger geworden, was zur Aufgabe der Veranstaltungen führte.

2012 hatte Wällisch den gesundheitlich angeschlagenen Willi Bauer als Kassier abgelöst - er war fast 40 Jahre dafür zuständig - und auch der Rest des Vorstands wollte in der Jahreshauptversammlung altersbedingt kein Amt mehr übernehmen.

Eine angestrebte Neuwahl verlief im Sand, es konnte kein neuer Vorstand gebildet werden. Kreisvorsitzender Georg Schreglmann fand dies schade. Er sei ein Problem vieler KAB-Ortsverbände. Und trotzdem sei er immer bestrebt, eine Ortsverbandsleitung zu finden. Er appellierte an die Mitglieder, noch einmal in sich zu gehen, um eine Auflösung doch noch zu umgehen. Aber das Vorhaben scheiterte.

Es hätten in dieser Jahreshauptversammlung 80 Prozent der Mitglieder anwesend sein müssen, um einer Auflösung zuzustimmen. Diese zahl wurde nicht erreicht. Deshalb wurde für den 22. Oktober noch eine weitere außerordentliche Versammlung einberufen. Schreglmann betonte, dass die Auflösung dann auch noch von der Diözesanleitung genehmigt werden müsse.

Nach dem nicht so angenehmen Teil der Versammlung ehrten die Vertreter des Kreisvorstands langjährige Mitglieder. Für 40 Jahre Treue erhielten Ida Ott, Andreas Ott, Anna Kick, Karoline Eggmeier, Grete Windisch, Elfriede Hofen und Johanna Windisch eine Urkunde und die silberne Nadel mit goldenem Kranz. Else Geier erhielt für 50 Jahre die goldene Nadel.

 
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