Etzenricht
15.07.2019 - 16:17 Uhr

Keine Zukunft für OWV Etzenricht

Der OWV-Ortsverband Etzenricht findet auch in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung keinen Vorstand. Nach 42 Jahren löst sich der Verein auf.

Schweren Herzens bitten Marianne Lehmeier und Gerhard Spitzkopf um die Abstimmung zur Auflösung des Etzenrichter Waldvereins. Bild: wlr
Schweren Herzens bitten Marianne Lehmeier und Gerhard Spitzkopf um die Abstimmung zur Auflösung des Etzenrichter Waldvereins.

Der kommissarischen Vorsitzenden Marianne Lehmeier merkte man an, wie sehr sie diesen Schritt bedauert. Sie selbst, ihr Stellvertreter Gerhard Spitzkopf und Schriftführerin Ulrike Schulz waren nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Alle Appelle von Bürgermeister Martin Schregelmann halfen nichts.

Der Dorfbrunnen, das Aufstellen des Maibaums, die Hausnamen an den alten Höfen, die Pflege der Bänkchen in und um Etzenricht, die Wanderwegmarkierung, die Pflege von unzähligen Nistkästen, Muttertagsfeiern, Hollerküchlbacken, Waldweihnacht, Ausbuttern, Kegelabende und noch vieles mehr – all das steuerte der Verein über Jahrzehnte zum Dorfleben bei. Schregelmanns Vorschlag, sich mit einem anderen OWV-Ortsverband zusammenzutun, fand keine Unterstützung.

Der Tenor der Diskussion lautete, dass alle Gespräche in Sachen Vorstand bereits im Sande verlaufen seien. Die Jugend vom Waldverein zu überzeugen, sei sehr schwer, sie habe andere Interessen. Spitzkopf dankte dem Bürgermeister dennoch für seine Bemühungen.

35 der 38 anwesenden Mitglieder stimmten für die Auflösung. Im nächsten Schritt wurde beschlossen, die 7900 Euro Barvermögen des Ortsverbands an die Gemeinde zur Verwaltung zu übergeben, um damit laufende Kosten wie etwa den Strom für den Dorfbrunnen zu zahlen. Positiv sei, dass sich Erwin Wällisch auch in Zukunft um die Nistkästen kümmere und Ronni Heibl die Bankerln pflege.

Sollte sich in nächster Zukunft wieder ein OWV oder ein ähnlich gelagerter Verein gründen, würde er das Restgeld erhalten.

 
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