Schicksalsspiele gibt es für den Etzenrichter Trainer Rüdiger Fuhrmann im Fußball nicht. Allerdings weiß er, dass am Samstag um 15 Uhr beim noch sieglosen Tabellenletzten SV Hutthurm ein Dreier unbedingte Pflicht ist. "Wenn wir aus dem Tabellenkeller raus wollen, ist die Mannschaft zum Siegen verdammt." Über die Ausgangslage sind sich alle im Verein bewusst. Ein Erfolg käme gerade zur rechten Zeit, um Schlimmeres zu verhindern.
Aber das Gastspiel im Bayerischen Wald hat so seine Tücken. "Ich weiß nicht, wie die Heimelf reagiert. Auf jeden Fall wird sie sich denken, gegen wen sonst als Etzenricht wollen wir eigentlich gewinnen. Wir gehen also erst einmal abwartend in die Begegnung." Im vergangenen Jahr mischten die Gastgeber noch kräftig mit und belegten am Ende mit 44 Punkten den 12. Tabellenplatz. Heuer müssen sie einen gewaltigen personellen Umbruch bewältigen.
Und damit tun sie sich offensichtlich enorm schwer. Noch ohne Sieg, einem Remis sowie 14 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 6:60 sprechen eine deutliche Sprache. Natürlich brennt der Tabellenletzte darauf den ersten Saisonsieg zu landen. Ob die zwei Siege, 1:0 und 4:1 im letzten Jahr gegen Etzenricht zusätzliche Motivation bringen, bleibt abzuwarten.
Bei den Gästen reißt das Verletzungspech einfach nicht ab. Ausgerechnet vor dieser so wichtigen Begegnung nehmen die Hiobsbotschaften für Coach Rüdiger Fuhrmann dramatische Züge an. Andreas Koppmann unterzieht sich am Montag einer Schulteroperation, Michael Wells leidet weiter an einer Schienbeinprellung, Felix Diermeier meldete sich krank, Stephan Hermann erlitt einen Zehenbruch. Mario Zivatovic und Martin Pasieka befanden sich während der Woche lediglich im Lauftraining. Nur gut, dass Andreas Weihermüller und Andreas Mark zurückkehren.
Aber wer Fuhrmann kennt, weiß, dass er das gelassen sieht, denn lamentieren will und kann er nicht. "Damit muss ich einfach leben." Trotz aller widrigen Umstände geht er selbstbewusst in das Duell. "Meine Mannschaft lieferte in den letzten Wochen und gerade gegen die Spitzenteams immer ordentliche Auftritte ab. Allein die Präzision beim Abschluss und leichte Fehler im Abwehrverhalten brachten uns immer wieder um den verdienten Lohn."
Etwas Sorge bereitet ihm die Tatsache, dass seine Truppe Gefahr läuft, nicht energisch genug in die Zweikämpfe zu kommen. Aber darauf wird Coach Fuhrmann schon die richtige Antwort finden. Auch die Gäste hegen den gleichen Gedanken, gegen wen sonst wollen wir eigentlich gewinnen. Die Zuschauer dürfen sich mit Sicherheit auf eine interessante Partie freuen.












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