Etzenricht
11.10.2018 - 18:54 Uhr

Plakative Kunst: Wahl zwischen Hund und Hoheit

In Etzenricht tauchen zwei Wahlplakate auf, die für Stephan "Ötzingrrr" und "Petra II, Königin von Bayern", werben - eine ungewöhnlich kreative Form des Vandalismus.

Aus CSU-Politiker Stephan Ötzinger wird Hundemensch "Ötzingrrr". Bild: Gabi Schönberger
Aus CSU-Politiker Stephan Ötzinger wird Hundemensch "Ötzingrrr".

Aus Politiker mach Hund, aus Politikerin mach Königin von Bayern. Das zumindest dachte sich ein Unbekannter in Etzenricht. In einer Nacht und Nebel Aktion entwendete er mindestens zwei Wahlplakate der CSU und der Bayernpartei, auf denen ursprünglich Stephan Ötzinger (CSU) und Petra Ringelmann (BP) abgebildet waren. Von der wundersamen Verwandlung des Plakats der ersten Partei wusste Martin Schregelmann, erster Bürgermeister von Etzenricht, zu berichten. "Das Plakat wurde heimlich über Nacht abgebaut und dann am nächsten Tag an derselben Stelle wieder aufgestellt." Nur wurde die Parteiwerbung in dieser Zeit nicht einfach sich selbst überlassen, sondern von jenem Unbekannten starkt bearbeitet und verändert. Da staunten die Etzenrichter am nächsten Tag wohl nicht schlecht, als sie von einer Mischung aus Hund und Stephan Ötzinger von den Plakaten angeschaut wurden. Der Hund-Politiker-Hybride trägt nun den knurrigen Namen "Ötzingrrr" und wurde von dem Unbekannten an die Leine gelegt. Auch wenn es sich dabei wohl um eine sehr kreative Herangehensweise handelt, stellt die künstlerische Verfremdung von Wahlplakaten eine Form des Vandalismus dar. Auch denen der Bayernpartei widerfuhr ähnliches. Eigentlich ganz passend zum Programm der Partei verschmolz die Direktkandidatin Ringelmann mit einem Portrait von König Ludiwig II von Bayern zu Petra II von Bayern. Im Hintergrund thront nun Ludwigs idealisierte Vorstellung einer mittelalterlichen Burg in Form des Märchenschlosses Neuschwanstein. Eine Anzeige aufgrund der kuriosen Sachbeschädigung ging bei der Neustädter Polizei nicht ein.

Königliches Antlitz hat ein Unbekannter Bayernpartei Direktkandidatin Petra Ringelmann verpasst. Als Königin Petra II von Bayern posiert sie nun vor ihrem Schloss. Bild: Gabi Schönberger
Königliches Antlitz hat ein Unbekannter Bayernpartei Direktkandidatin Petra Ringelmann verpasst. Als Königin Petra II von Bayern posiert sie nun vor ihrem Schloss.
Kommentare

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Tho mas

Wobei man ja schon feststellen muss, dass der Gesichtsausdruck von Herrn Ötzinger geradezu zu so einer Aktion verleitet. Ohne den Herrn zu kennen - als ich sein Plakat zum ersten Mal sah, dachte ich mir nur, dass er das mit dem natürlichen Lachen wohl noch ein wenig üben sollte. Schaut halt ein wenig verbissen aus und das hat der Künstler wohl auch so gesehen.

12.10.2018
Petra Ringelmann

Sehr geehrte Leser/innen,
Durch die "Kunstaktion" möchte ich klar stellen, dass unser Parteiprogramm in keinster weise sich an Aristokratie anlehnt und dadurch auch keine nähe zu "Königstreuen". Das Wahlprogramm Weiß-Blaues Manifest kann man gerne unter www.bayernpartei.de lesen.
Von einer Anzeige wg. Vandalismus wird in diesem "künstlerischen" Fall abgesehen. Der Künstler/in darf sich gerne unter www.bayernpartei-oberpfalznord.de melden
Direktkandidatin BP
Petra Ringelmann

12.10.2018
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