12.01.2020 - 13:36 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Posaunenchöre des Dekanats Weiden sind in allen Sparten der Kirchenmusik daheim

Der Bezirksposaunenchor Weiden gibt in Etzenricht ein umjubeltes Jahreskonzert. Dabei ist klar zu hören, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt.

Anna Frank aus dem Posaunenchor Kirchendemenreuth/Parkstein spielt beim Konzert Tuba. Zusammen mit ihren Bläserkollegen aus den Posaunenchören Floß, Forchheim (Sachsen), Kaltenbrunn, Kohlberg, Krummennaab, Neustadt am Kulm, Neunkirchen, Plößberg, Thansüß, Vohenstrauß, Wildenreuth und Wirbenz/Kemnath/Immenreuth hatte sie fünf Tage auf der mittelfränkischen Burg Wernfels zur Vorbereitung auf das Konzert des Bezirksposaunenchors verbracht.
von Anni MüllerProfil

Falls es einen Beweis bräuchte, dass die Posaunenchöre im Dekanat Weiden sich in allen Sparten der Kirchenmusik heimisch fühlen, wurde dieser Beweis am Samstag in der katholischen St.-Nikolaus-Kirche fulminant erbracht. Bezirksposaunenchorleiterin Ulrike Kummer und ihr Team hatten es zusammen mit dem Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt und dem ChorDiSono geschafft, ein abwechslungsreiches und musikalisch sehr anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen. Die etwa 400 Konzertbesucher waren nachhaltig begeistert.

Der Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt unter der Leitung von Reinhold Spitzkopf begrüßte die Gäste bereits vor dem Gotteshaus mit einem Standkonzert. Das Ensemble feiert heuer 70-jähriges Bestehen. Das Konzert schlug einen gekonnten Bogen von der Renaissance („Verbum caro factum est“) über klassische und moderne Choralmusik („Nun bitten wir den Heiligen Geist“, „Nähme ich Flügel der Morgenröte“, „Weil der Himmel bei uns wohnt“) bis hin zu Weihnachts- („Wenn die Glocken klingen“, „Es wird scho glei dumper“) und Filmmusik („Lena’s Song“, „Wickie-Suite“).

Die Jungbläser bildeten oft mit den erfahreneren Bläsern ein Team. Mit ihrem Solo-Stück „Come let’s have a party“ bewiesen sie eindrucksvoll, dass in den nächsten Jahren auf jeden Fall mit ihnen zu rechnen ist.

Zwischen den Posaunenchorstücken war von der Empore das Vokalensemble „ChorDiSono“ zu hören. Unter der Leitung von Alexander Meiler brachten die erfahrenen Sängerinnen und Sänger vier Stücke zu Gehör, die einerseits den Bläsern eine wohlverdiente Atempause ermöglichten, andererseits die musikalische Spannung vom Altarraum auf die Empore verlegten und vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Die Jugend- und Nachwuchsarbeit, die im Bezirksposaunenchor seit Jahrzehnten erfolgreich betrieben wird, zeigt sich nicht nur darin, dass mittlerweile ganze Familien gemeinsam Musik machen. Neben den erfahrenen Dirigenten Ulrike Kummer (Leitung), Andrea Riedel und Christiane Bayer (Stellvertretende Bezirkschorleiterinnen), Karin Müller-Bayer, Erika Piehler, Markus Sparrer und Anne Müller dirigierten heuer auch erstmals Ingrid Janner und Maria Dreyer (Thansüß) und Philipp Greger (Neustadt am Kulm). Sie absolvierten den Chorleiterlehrgang des Bayerischen Posaunenchorverbands und wachsen nun nicht nur in ihren heimischen Posaunenchören, sondern auch vor der großen Kulisse des Bezirksposaunenchors in ihre Arbeit hinein.

Als krönender Abschluss des Konzerts ließ der Doppelchor des Bezirks zusammen mit dem Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt Händels „Feuerwerksmusik“ erschallen. Bei der Zugabe „Möge die Straße uns zusammenführen“ verbanden sich die Bläser, die Sängern und die Besucher zu einem großen gemeinsamen Chor. Wunderkerzen, bunte Tücher und der traditionelle Bläsergruß mit den Instrumenten gen Himmel rundeten einen Konzertabend ab, den das Publikum mit rauschendem Beifall und stehenden Ovationen quittierte.

Jungdirigent Philipp Greger aus Neustadt am Kulm dirigiert das „Andante“ von Dieter Geißendörfer, gespielt von den erfahreneren Bläsern.
Die Jungbläser sitzen beim Konzert in den ersten Reihen und zeigten im Team mit den erfahreneren Bläsern, was sie schon können.
Der Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt begrüßt die Konzertbesucher mit einem Standkonzert vor der katholischen Kirche St. Nikolaus.
Christiane Bayer aus Neustadt am Kulm ist stellvertretende Bezirksposaunenchorleiterin und dirigiert unter anderem das Jungbläser-Solo-Stück „Come let’s have a party“.
Bezirksposaunenchorleiterin Ulrike Kummer aus Kohlberg in Aktion. Sie dirigiert nicht nur ihren Bezirksposaunenchor, sondern auch den Doppelchor mit dem Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt, der von der Empore aus spielte.
Die Instrumente gen Himmel. Das ist der traditionelle „Bläsergruß“, mit dem sich die Musiker beim Publikum bedanken und sich verabschieden.

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