08.04.2019 - 10:48 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

SPD hat Kommunalwahl im Blick

Politische Einflussnahme könne nicht über Whatsapp oder Facebook gestaltet werden, sondern über Aktivitäten in den Parteien. Das unterstrich SPD-Chef Rudolf Teichmann in der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins.

Der SPD-Ortsverein stellt sich nur teilweise neu auf. Die Hauptverantwortung tragen weiterhin Rudolf Teichmann (sitzend, Mitte) und Elke Waldeck (sitzend, rechts).
von Autor WARProfil

„Bringt euch ein, schafft Veränderungen zum Wohle der Menschen“, appellierte er an die Jugend und versprach dafür in der SPD offene Türen. Ideen und Impulse seien auf allen Ebenen gefragt. Es gelte zunächst, die Europawahlen ernst zu nehmen, um die EU zu stärken – gegen den Trend, für die Demokratie und gegen die durchschaubaren Versuche von Großmächten, Europa zu schwächen.

Nicht weniger sei die 2020 anstehende Hausaufgabe, nämlich die Kommunalwahl. Ziel sei die Widereroberung des vierten Sitzes im Gemeinderat. Das wurde 2014 knapp verfehlt. Im Umkehrschluss wolle die SPD eine absolute Mehrheit der CSU vermeiden. Nur so könne die Dorfpolitik unabhängig bleiben. Von der von den Mitbewerbern bevorzugten Lösung, wieder 24 Bewerber auf die Listen zu packen, zeigte sich Teichmann weniger angetan. „Zwölf Namen pro Liste wären wählerfreundlicher in der Proportion zur Anzahl der Bürger.“

Er erinnerte an das leider wieder einmal verregnete Kinder- und Sommerfest, den Tagesausflug nach Augsburg, die Winterwanderung in die „Schlosswirtschaft“ Unterwildenau und den "Etzenrichter Abend" im Gasthaus Hermann. Die Algund-Fahrt sei von 15. bis 22. Juni mit etwa 30 Teilnehmern angesetzt. Der überparteiliche Schwarz-Rot-Gold-Ball sei am 22. Februar 2020. Der Jahresausflug am 3. Oktober führt ins böhmische Loket. Kassier Robert Uschold legte einen guten Kassenstand vor.

Die erschreckenden Resultate der Bayern-Wahl schlugen sich in Etzenricht mit 14,5 Prozent für die SPD nieder. Teichmann lobte das jüngste Volksbegehren als Weg aus der Industriealisierung der Landwirtschaft. „In der Umweltpolitik begeht die SPD-Landespolitik Marketingfehler, bringt sich zu wenig ein und gibt Terrain frei“.

„Läuft ausgezeichnet, auch weil sich der Bürgermeister reingehängt hat“, urteilte Teichmann zum Baugebiet „Festplatz“. Verbesserungswürdig sei die Information über die Modalitäten des Erbbaurechts. „Bestens gelungen“ nannte Teichmann auch den Vortrag von der SPD und UPW mit Unterstützung von Julia Wallinger zum Projekt „Dorfplatz“.

Aktuelle Meldungen interpretiert der Vorsitzende so, dass das Güterverkehrszentrum im Industriegebiet Weiherhammer zu den Akten gelegt sei. Die Ansiedelung eines Betriebes habe dort höhere Priorität. Eine Aktion der SPD sei die kostenlose Busnutzung in der Ortschaft. Weiterhin beantragten die Sozialdemokraten einen Fußgängerüberweg über die Wildenauer Straße und ein Gesamtkonzept für die Innensanierung der Schule. Zwei bis drei Jahre soll es dauern und rund 1,4 Millionen Euro kosten. Eine Lösung für die Mittagsbetreuung werde eventuell im Zusammenhang mit der Hausmeisterwohnung eruiert.

Das Ergebnis der Neuwahlen:

Vorsitzender bleibt Rudolf Teichmann, Stellvertreterin Elke Waldeck, Kassier Robert Uschold, Schriftführer und Organisationsleiter Jens Hammer. Der Ausschuss besteht aus Monika Waldeck, Franz Cermak, Ralf Teichmann, Herbert Dorner, Willy Koegst, Veronika Eichenmüller und Sonja Ullamann. Kassenrevisoren bleiben Gisela Dorner und Maria Voß. Der Jugendbeauftragte heißt Martin Hammer und der Seniorenbeauftragte Willy Koegst.

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