19.07.2020 - 11:59 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Umbau statt Neubau der Etzenrichter Schule für Ganztagsbetreuung

Die Architekten Isolde und Ingo Mages aus Wernberg-Köblitz stellten im Gemeinderat vor zahlreichen Zuhörern im Pfarrheim die Pläne für Umbauarbeiten zur Einrichtung einer Ganztagsbetreuung an der Grundschule vor.

Sie freuen sich über finanzielle Zuwendungen für ihre Vereine aus dem Reinerlös des Schwarz-Rot-Gold-Balles: Maria Smola (Seniorenkreis im Pfarrgemeinderat, links), Tamara Smola (Elternbeirat Kindergarten, 4. von links) sowie Manfred Herrmann (3. von links) und Elisabeth Waldeck (6. von links; beide Sportverein), zusammen mit Bürgermeister Schregelmann und den drei Frak-tionsvorsitzenden.
von Redaktion ONETZProfil

Schon in der Sitzung vom 10. Oktober 2019 hatte sich eine Variante als vorteilhafteste Lösung herausgestellt: die Einbeziehung der Hausmeisterwohnung samt Garage, die Verlegung des Haupteingangs auf die Nordseite, der Neubau von Toiletten im Obergeschoss sowie von Küche, Essraum und Behinderten-WC und die Nutzung des bestehenden Computerraums als Aufenthaltsraum der Nachmittagsbetreuung.

Nach Gesprächen mit der Regierung der Oberpfalz ergab sich nun die Notwendigkeit weiterer Flächen, eines sechsten Klassenzimmers und der Einbau eines Aufzugs wegen der Barrierefreiheit. Daraus stellte das Architekturbüro neue Pläne mit erforderlichem Anbau sowie neue Kostenschätzungen zusammen. Dabei mussten auch die Stellplätze ergänzt, die Kosten für den Brandschutz erhöht und Abbruchmaßnahmen sowie die technische Gebäudeausrüstung berücksichtigt werden.

Ging man einmal von 84000 Euro Kosten aus, so betragen diese nun für alles etwa über drei Millionen Euro. Hans Beutner (UPW) sah in der Kostenschätzung viele Unbekannte und plädierte wie sein Kollege Uli Danzer für einen vollständigen Neubau. Den schätzten die Architekten auf etwa 5,7 Millionen Euro, wobei noch Abbruchkosten hinzukämen und ein neuer Sportplatz gebaut werden müsste.

Laut Ingo Mages rentiere sich ein Umbau statt eines Neubaus, auch weil der bisherige Schulaltbau auf einem Versorgungsstrang stehe. Bürgermeister Martin Schregelmann erklärte, selbst bei möglicher 50-prozentiger Förderung keine drei oder gar fünf Millionen Euro herbekommen zu können, zumal es noch andere gemeindliche Aufgaben gäbe und er nicht Schulden auf viele Jahre machen wolle.

Nach längerer Diskussion beschloss die Mehrheit mit 9:4 gegen die Stimmen der UPW, die Schule wie geplant und den Anforderungen entsprechend zu sanieren und umzubauen.

-Geldsegen: Aus dem Reinerlös des Schwarz-Rot-Gold-Balles der drei im Gemeinderat vertretenen Parteien am 22. Februar wurden an Tamara Smola für den Elternbeirat des Kindergartens, der den Barbetrieb organisierte, 500 Euro übergeben. Jeweils 324 Euro gab es für die durch Manfred Herrmann und Elisabeth Waldeck vertretene Turnabteilung des Sportvereins für das Kasperltheater sowie für Maria Smola für den Seniorenkreis des Pfarrgemeinderats.

-Kommunalverfassungsrecht: Einstimmig erfolgte der Beschluss zum Erlass einer neuen Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. Sie war im Finanzausschuss besprochen worden, aufgrund der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages überarbeitet und auf die Belange der Gemeinde zugeschnitten worden. Ebenfalls mit 13:0 wurde die Geschäftsordnung für die Gemeinderatswahlperiode 2020 bis 2026 erlassen.

-Personalplanung: Im Stellenplan für das Haushaltsjahr 2020 ist eine neue Planstelle für den Bauhof ausgewiesen. Für die Einstellung dieses vierten Gemeindearbeiters ist der Bürgermeister allein zuständig. Einstimmig wurden als Leistungskriterien eine abgeschlossene Berufsausbildung im handwerklichen Bereich, EDV-Kenntnisse und die Fahrerlaubnis für die frühere Führerscheinklasse II beschlossen.

-Bauantrag: Dem Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Sandstraße 6 wurde mit 11:0 zugestimmt.

-Kinder- und Jugendhilfe: Im Zusammenhang mit dem 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetzes sollen (werdende) Familien über Leistungsangebote im örtlichen Einzugsbereich zur Beratung und Hilfe in Fragen der Schwangerschaft, Geburt und Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren informiert werden. Die Fraktionen werden daher gebeten, bis zur nächsten Sitzung mögliche Ansprechpartner zu benennen.

-Bekanntgaben: Der in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossene Ankauf von Feuerwehrausrüstungen war an die Firma Ludwig, Bindlach, vergeben worden.

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