Etzenricht
17.03.2024 - 09:25 Uhr
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Welche Geheimnisse verbergen sich im Etzenrichter Altpapier: Laienspieler decken auf

Im Altpapier verbergen sich die Sünden der Vergangenheit - zumindest auf der Etzenrichter Bühne. Die Laienspieler legten eine glänzende Premiere mit ganz viel Lokalkolorit hin.

„Liebe, Geld und Altpapier“ heißt das neue Stück der Etzenrichter Laienspieler. Diese würzten ihre Aufführung im Untersaal der Pfarrkirche mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit, was bei den Zuschauern natürlich besonders gut ankommt. Eigentlich lässt der Titel des Dreiakters schon so manches erahnen. Die Feuerwehr aus Etzenricht beteiligt sich an einem Wettbewerb für den größten „Pro-Kopf-Abfall“ im Landkreis. Die Einwohner werden gebeten, alles an Altpapier, was zu Hause zu finden ist, bei der Sammelaktion abzugeben, damit die Etzenrichter den Wettbewerb gewinnen. Im Verlauf der Aktion passiert es, dass nicht nur Altpapier, sondern auch gefälschte Buchhaltungsbilanzen, geheime Tagebücher, alte Liebesbriefe, verfängliche Dokumente und sogar ein gelber Umschlag mit Ersparnissen in die Sammlung gelangen.

Wirt Heinrich Stelzer, gleichzeitig Kommandant (Martin Pleier), ist gar nicht begeistert, als er vom Verlust des Geldes des Bartl Brunnbichler (Walter Voß) hört. Bartl verlangt die Durchsuchung des Altpapiers im Feuerwehrhaus. „Wenn ihr das Altpapier nicht mehr durchschaut, dann sag ich es der Zeitung. Die Überschrift im Neuen Tag sehe ich jetzt schon. ;Etzenrichter Feuerwehr kostet armen Rentner sein ganzes Vermögen'“. Bartl bringt aber mit seiner Forderung mehrere Personen ganz schön in Verlegenheit.

Kellnerin Frieda (Manuela Hammer) bekommt das Durcheinander im Biergarten des Wirtshauses mit und versteht bald gar nichts mehr. Sie hat ja schwer damit zu tun, sich den sie anbetenden Karl Wipplinger (Simon Boll) vom Leib zu halten. Josefa Auberger (Alice Nicolson), Bäuerin mit charmanten tschechischen Akzent, steckt mit Baumeister Johann Adler (Michael Zielbauer) unter einer Decke. Und dessen Frau Franziska (Maria Smola) sucht mit dem Wirt alte Liebesbriefe. „Du bist die Blume, die ich als erstes pflücken durfte“, war darin zum Beispiel zu lesen und das sollte natürlich in keine fremden Hände gelangen. Die Jugend darf mit Wirtssohn Willi (Max Rösch) und Adlers Tochter Dorli (Eva Irlbacher) nicht fehlen, um im Altpapier zu wühlen und am Ende doch noch zueinander zu finden. Allerhand Durcheinander auf der Bühne, gewürzt mit Lokalkolorit.

Die Etzenrichter Laienspieler glänzten in ihren Rollen, die jedem Einzelnen wie auf den Leib geschneidert zu sein scheinen. Das Publikum erfreute sich auch an einem neuen Bühnenbild, erbaut von Walter Nodes und Stefan Götz und bemalt vom Etzenrichter Künstler Wolfgang A. Hansbauer. Als Souffleusen waren Marie-Luise Kraus und Martina Rast hinter den Kulissen.

In den Pausen darf sich das Publikum entweder über Musik von Simon Pleier oder der Brüder Christian und Patrick Beßenreuther freuen.

Nicht zu vergessen sei das soziale Engagement der Etzenrichter Laienspieler, die auch heuer wieder Bewohner mit Betreuern des HPZ Irchenrieth und Bewohner des Grünthaler Hofs der „Dr. Löw soziale Dienstleistungen“ zur Generalprobe eingeladen und sie mit Brotzeiten und Getränken versorgten.

Hintergrund:

Die Darsteller

  • Besetzung: Heinrich Stelzer, Wirt und Kommandant: Martin Pleier; sein Sohn Willi: Max Rösch; Frieda, Kellnerin im Hirschen: Manuela Hammer; Bartl Brunnbichler: Walter Voß; Johann Adler; Baumeister, Michael Zielbauer; Franziska, seine Frau:
    Maria Smola; Dorli, beider Tochter: Eva Irlbacher; Karl Wipplinger: Simon Boll; Josef Auberger: Alice Nicolson
  • Für die Aufführung am Freitag 22. März, gibt es noch einzelne Karten.
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