03.03.2020 - 14:55 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Zwischen Fisch und Politik

Traditionell veranstaltet die Etzenrichter Unionsfamilie ihr Fischessen nicht am Aschermittwoch. So kann sich das Heim St. Nikolaus einige Tage später über ein volles Haus freuen.

Marinierte Heringe, Bratheringe oder Fischstäbchen, beim Fischessen der Etzenrichter CSU ist für jeden was dabei.
von Autor WLRProfil

Stellvertretender CSU Vorsitzender Wolfgang Würschinger übernahm die Moderation und begrüßte neben der CSU-Fraktion und einige Kreistagskandidaten auch eine starke Abordnung des SPD-Ortsvereins.

„Der christlichen Tradition des Aschermittwoch folgend, trifft sich die CSU schon seit mittlerweile 33 Jahren zu diesem politischen Gedankenaustausch und kann hier mit einer durchaus positiven Entwicklung der Gemeinde, die an allen Ecken und Enden zu sehen ist, aufwarten“, sagte Würschinger.

Zu Beginn ließen sich die zahlreichen Gäste die von FU-Vorsitzender Renate Müller und ihrem Team zubereiteten marinierten Heringe mit Pellkartoffeln und Brot, oder auch Bratheringe und für die Kinder gebackene Fischstäbchen munden, bevor Bürgermeister Martin Schregelmann zur Kommunalwahl und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger zur Kreistags- und Landtagspolitik informierten.

Schregelmann, mittlerweile seit siebeneinhalb Jahren Bürgermeister der Gemeinde, zählte eine lange Liste an erreichten Zielen auf, die allerdings, so seine Worte, nicht ohne die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat möglich gewesen wären. Es ging ihm aber nicht nur darum, das Erreichte gut zu verkaufen, es gelte vor allem in die Zukunft zu schauen und weitere Projekte in Angriff zu nehmen, wie zum Beispiel die Zukunft der Schule mit einem enormen finanziellen Aufwand, die anstehenden Arbeiten an der Heidenaab-Brücke, den Ausbau des Radweges nach Oberwildenau, oder die Erschließung eines Gewerbegebietes und neuer Baugebiete.

Beim Edeka Markt soll ein seniorengerechtes Wohnen ermöglicht werden, der Erhalt und Ausbau des Bauhofs, der Feuerwehr und der Kläranlage und die weiterhin gute Patenschaft mit der Gemeinde Algund stehen auch auf der Agenda. Er werde auch in Zukunft alle benötigten Finanzen und Fördermittel ausschöpfen, er werde versuchen, die Leerstände im Ort wieder mit Leben zu füllen, und die Arbeit im Gemeinderat über die Parteigrenzen hinaus, zur Zufriedenheit aller Bürger zu tätigen. „Visionen sind der Grundsatz für Veränderungen. Etzenricht zu verändern und auf die Zukunft bauen ist mein großer Wunsch“, so Schregelmann.

Stefan Oetzinger gehört schon seit vielen Jahren zu den Referenten des Fischessens und lobte die Tradition, bei dieser Veranstaltung den Wahlkampf in den Hintergrund zu stellen, aber dafür einen Blick zurück zu geben. „Ich gratuliere der Gemeinde Etzenricht zu den erreichten 750 Jahren ihres Bestehens: Mit Fug und Recht, kann Bürgermeister Schregelmann behaupten, mit der Ansiedlung des Edeka Marktes in Etzenricht, sein Meisterstück vollbracht zu haben. Er ruht sich jedoch nicht auf dem Erreichten aus, sondern folgt seinen Visionen und versucht, sowohl in die ältere Generation, damit sie im Ort alt werden können, als auch in die Kinder und Jugend zu investieren.“

Oetzinger berichtete über die Senkung der Kreisumlage, den wichtigen und zukunftsweisenden Ausbau der digitalen Infrastruktur und zeigte an vielen Beispielen stolz auf, dass der Landkreis Neustadt lange nicht mehr Grenzregion ist, sondern sich in Bayern einen Namen gemacht hat„ Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen und mit spitzenmäßigen Bildungsmöglichkeiten, den wichtigsten Rohstoff der Region liefern können!“ Oetzinger nahm nach seinen kurzen Worten, wie gewohnt an den Tischen Platz und stellte sich den Fragen der Gäste in persönlichen Gesprächen.

Wolfgang Würschinger übergibt Stephan Oetzinger ein gutes Tröpfchen aus der Patengemeinde Algund, als Dankeschön für die informativen Worte beim Fischessen..
MdL Stephan Oetzinger ging von Tisch zu Tisch, um brisante Themen zu diskutieren.
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