10.09.2018 - 12:38 Uhr
Fahrenberg bei WaldthurnOberpfalz

Würdiger Sonntag als Auftrag Gottes

Eine große Schar Gläubiger pilgert zum vierten Fahrenbergfest. Sie hören Kritik am Umgang mit dem Sonntag. Und eine Mahnnug in Sachen Gottesdienstbesuch.

Viele Pilger sind am in Richtung Fahrenberg unterwegs.
von Franz VölklProfil

Viele Gläubige waren am Sonntag bei besten Wetterbedingungen Richtung Heiliger Berg der Oberpfalz betend unterwegs, um die Geburt der Gottesmutter Maria zu feiern. Aus der gesamten Region sammelten sich bei der 66. Männer- und Familienwallfahrt - dem vierten Fahrenbergfest - die Wallfahrer zu ihrer letzten Etappe an der Pfarrkirche in Waldthurn.

Diakon Janusz Szubartowicz führte die betenden Fußpilger, die unter anderem aus Weiden, Pfreimd, Waldthurn, Störnstein, Vohenstrauß und Wilchenreuth kamen, zum Gipfel des Fahrenbergs.

Der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz hieß den Regensburger Domvikar Harald Scharf als Hauptzelebrant willkommen, ebenso die Diakone Walter Bachhuber aus Regensburg und Janusz Szubartowicz. Abordnungen der Marianischen Männerkongregationen (MMC) bis aus Speinshart, Ebnath und Kemnath waren mit ihren Bannern zur 66. Männerwallfahrt angereist.

"Sie kommen direkt aus der Nachbarschaft", begrüßte Pfarrer Götz die Blaskapelle Waldkirch. Unter der Leitung von Bernhard Träger eröffneten die Musikerin und ihre zehn Musikerkollegen mit dem "Wir ziehen zur Mutter der Gnade" und erbauten mit ihrem Spiel die Pilger während des Festgottesdienstes musikalisch.

Scharf stellte in seiner Predigt sehr intensiv den Sonntag als den Tag dar, der Christus eigen sei. Sehr kritisch durchleuchtete er, welche Bedeutung der Sonntag für jeden einzelnen in der heutigen Zeit habe. "Der Rückzug der Gottesdienstbesucher und der profitorientierte Sonntag nimmt zu". Gedenke, dass du den Sabbat heiligst, sei ein Gebot Gottes. Der siebte Tag in der Woche, den Gott uns bewusst geschenkt habe, sei für die Gläubigen zur Feier des Gottesdienstes und durch Arbeitsruhe zur Erholung von Körper, Geist und Seele da. "Wer absichtlich den Gottesdienst versäumt begeht eine Sünde." Am Sonntag solle kulturelles, familiäres und christliches Leben stattfinden. "Die richtige Mitte des Sonntags ist Christus".

Domvikar Harald Scharf (hinten rechts) bei der Männerwallfahrt auf dem Fahrenberg.

Domvikar Harald Scharf (vorne Mitte) ist Hauptzelebrant und Prediger bei der 66. Männerwallfahrt auf dem Fahrenberg.

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