29.08.2018 - 12:19 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Beeindruckt von Burg und Bürgern

Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol von Bündnis 90/Die Grünen hört sich bei seinem Besuch in Falkenberg auch Probleme an.

Bei einem Treffen am „runden Tisch“ fragte Jürgen Mistol (3. von rechts), wo den Falkenbergern aktuell der Schuh drückt. Bürgermeister Herbert Bauer (Bildmitte) stand Rede und Antwort. Mit auf dem Bild: Markus Möllmann und Anna Tomann (von links) sowie Sandra Schneider (rechts).
von Werner RoblProfil

Rund 150 Veranstaltungen im Jahr und viele Besucher, die sich ein detailliertes Bild von der Burg machen wollen, verzeichnet das Wahrzeichen Falkenbergs. Rund drei Jahre nach ihrer Wiedereröffnung ist das revitalisierte Gemäuer zu einem der Hauptanziehungspunkte im Landkreis geworden. Vor wenigen Tagen reihte sich ein Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen in die unendliche Gästeliste ein.

Der Regensburger Jürgen Mistol folgte damit einer Einladung des Kreisverbandes, dessen Delegation von Herbert Bauer an der Burgbrücke persönlich in Empfang genommen wurde. Der Bürgermeister führte die Besucher, unter ihnen auch die Landtagskandidatin aus dem Landkreis Tirschenreuth, Anna Tomann, durch die Räume. Nach der Burgbesichtigung war eine Aussprache anberaumt, bei der der Abgeordnete wissen wollte, wo den Falkenbergern der Schuh drückt.

Sorge um Wasser

Als brennendes Problem bezeichnete Bürgermeister Bauer die Frage nach der kommunalen Wasserversorgung, nachdem der gemeindeeigene Brunnen vor mehreren Monaten stillgelegt werden musste. Mit den Sanierungsmaßnahmen müsse man sich zeitnah beschäftigen. Sorgenfalten bereite auch die bislang ergebnislose Suche nach bebaubaren Grundstücken. Die Erschließung eines neuen Wohngebietes habe Vorrang, doch trete die Gemeinde hier auf der Stelle, bedauerte Bauer. Jürgen Mistol forderte hier nicht nur ein Umdenken der Grundstücksbesitzer, sondern auch neue Ideen, wie etwa höhere Grundsteuer-Hebesätze für ungenutzte Bauflächen. Er werde sich im Landtag dafür einsetzen, versprach der Gast, der auch beim Thema Gewerbesteuer offene Ohren zeigte: "Zuwendungen, die die Marktgemeinde dringend braucht", forderte Bauer in der Sache deutlich mehr Gelder, die in den Gemeindekassen verbleiben sollten.

Thema Lärmschutz

Das leidige Thema, dass sich manche Anwohner vom Lärm durch Veranstaltungen in der Burg Falkenberg gestört fühlen, kam ebenso zur Sprache. Beim Thema Lärmschutz zeigte Mistol Verständnis für die von beiden Seiten dargelegten Anliegen. Mistol dazu: "Aus meiner persönlichen Sicht empfehle ich, nach Kompromissen und Lösungen zu suchen." Der Dialog sei enorm wichtig. Die Interessen beider Seiten müsse man abwägen. "Diese Probleme gibt es überall, wo öffentliche Einrichtungen vorhanden sind", sagte der Abgeordnete. Der Markt Falkenberg habe etwas geschaffen, worauf man stolz sein könne, lobte Mistol das Engagement der Bürger, die Gemeinde und den Burgbetrieb weiter voranzubringen. Doch nicht immer seien die Probleme sofort aus der Welt zu schaffen.

Kaum lösbar sei zurzeit auch die Frage nach Ärzten im Ort, bedauerte Bürgermeister Bauer auf Anfrage des Abgeordneten. Seit rund 60 Jahren müssten die Falkenberger nach Wiesau oder in andere Gemeinden fahren. Ebenso fehlten in Falkenberg Senioreneinrichtungen, die aber in den Nachbargemeinden zu finden seien. Positiv nahm Mistol das Baxi-Angebot im Landkreis zur Kenntnis. "Wie steht es mit der Nachbarschaftshilfe für ältere Mitbürger?", wollte er abschließend wissen. Sie funktioniere sehr gut, vernahm er.

Jürgen Mistol äußerte sich beeindruckt von der schönen Landschaft. Falkenberg und die Oberpfalz seien wirtschaftlich gut aufgestellt, freute er sich auch über die niedrigen Arbeitslosenzahlen. Nicht nur die Firma IGZ, auch die mittelständischen Unternehmen würden eine gesunde Basis für die Bewohner in und um den Ort bieten. Erfreulich seien auch die steigenden Übernachtungszahlen, die von Burgmanagerin Theresa Fischer vorgelegt wurden.

Persönlich begrüßte Bürgermeister Herbert Bauer (2. von links) die Gäste im Burghof. Im Bild (links) Cornelia Schwamberger als Gast von der Bärnauer CSU, (weiter von links) Sandra Schneider, Anna Tomann, MdL Jürgen Mistol und Markus Möllmann. Aus Falkenberg waren als Gesprächspartner Tina Konrad-Workman, Paul Workman und Alois Konrad dabei.

Bürgermeister Herbert Bauer (vorne rechts) zeigte dem Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol (vorne Mitte), der Landtagskandidatin Anna Tomann (vorne links) und weiteren Gästen persönlich die Burg.

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