(ubb) Nicht mehr zu bremsen vor Begeisterung waren die jungen Leute, die zum zehnjährigen Bestehen des Jugendmedienzentrums T1 auf der Burg Falkenberg am Film-Workshop mit Fernsehschauspielerin Christina Baumer teilnahmen. Nach zwei Stunden war die Schauspielerin selbst verblüfft, wie aufmerksam und professionell alle mitmachten. Besonders freute es die gebürtige Wiesauerin, unter ihren Gästen ihre ehemalige Theaterworkshop-Lehrerin vom Stiftland-Gymnasium vorzufinden. Martina Schmelzer war gekommen, um ihrer einstigen Schülerin beim Arbeiten am Set über die Schultern zu schauen. „Das ist etwas anderes als Theater“, meinte die Theater-Pädagogin.
Nicht weniger neugierig und aufmerksam waren die zwölf Mädchen und Buben. Baumer hatte alle Hände voll zu tun, die Wünsche von ihnen zu erfüllen. Jeder wollte vor der Kamera drehen. Aber auch die technischen Aufgaben wie das Führen der Kamera, die legendäre „Filmklappe“ oder die Regieanweisung waren heiß begehrt. „Jetzt sind wir ein echtes, kleines Set“, lobte die Workshop-Leiterin ihre junge Truppe zur Halbzeit. Alle seien sehr ernsthaft bei der Sache.
Mit dabei waren auch „alte Hasen“ wie Felix Schmidkonz (11) aus Tirschenreuth, der schon Theatererfahrung mitbrachte. Er fühlte sich vor der Kamera sichtlich wohl. Sein Fazit zur ersten Filmrolle: „Theater gefällt mir besser. Da ist mehr Aktion. Aber die Arbeit am Set finde ich klasse.“ Sehr von der Filmschauspielerei angetan waren Laura Zeitler (13) und Katharina Häring (14). Die Schülerin der Mädchenrealschule und die Gymnasiastin haben Schultheatererfahrung und bekamen ein sehr gutes Feedback von Baumer für ihre kurze Filmszene, in der sie zwei Freundinnen bei der Lösung von Schulproblemen mimten. Kurz vor Ende des Workshops gaben die Nachwuchsdarsteller noch immer keine Ruhe und fragten Baumer Löcher in den Bauch zum Thema Schauspielerei.
Zeitgleich beschäftigten sich im Burgsaal nebenan vornehmlich Buben beim Fifa-Zocken an überdimensional großen Bildschirmen. Eingewiesen wurden sie von den Vertragsspielern Tobias Hölzl aus Regensburg und Lothar Pielesch aus Schwandorf. Was der Großteil der T1-Geburtstagsgäste bisher nicht gewusst hatte: Tatsächlich wird Online-Fußball längst sehr hoch gehandelt
Pielesch zum Beispiel spielt täglich zwei Stunden professionell Fußball am Bildschirm und wird dafür bezahlt. Und das macht er bereits seit acht Jahren. Auch Tobias Hölzl (im Netz als „Woody_RGB“ bekannt) ist Spieler in der virtuellen Bundesliga beim Fifa 18. Im „wirklichen Leben“, erzählte der 25-jährige Pielesch („R314XOC Relaser“), sei er Elektroniker. Die beiden hatten auch einige Tipps für den Nachwuchs.
Falkenberg
13.06.2018 - 14:12 Uhr
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