27.06.2019 - 13:12 Uhr
FalkenbergOberpfalz

"Endlich auf den Weg bringen“

Der Bereich Pirker Weg beschäftigt die Markträte bereits seit längerer Zeit. Jetzt steht der Bebauungsplan erneut auf der Tagesordnung und sorgt für eine etwas längere Debatte.

Am Pirker Weg darf weiter gebaut werden. Mit dem dafür notwendigen Bebauungsplan, der die noch freien Grundstücke betrifft, befassten sich die Markträte am Dienstagabend.
von Werner RoblProfil

Der räumliche Gestaltungsbereich, um den es in der Marktratssitzung ging, umfasst die Grundstücke mit den Flurnummern 192/2, 275 und 276 sowie eine Teilfläche, die im Kataster mit der Nummer 314 geführt wird. Schon seit längerem war man sich im Marktrat einig, dass der Bebauungsplan "Pirker Weg", mit dem man das Weidener Architekturbüro SHL beauftragt hat, so rasch wie möglich vorangetrieben werden sollte, damit den Bauwilligen "grünes Licht" für die geplanten Vorhaben gegeben werden könne.

"Leider wurden uns die Unterlagen erst einen Tag vor der Sitzung vorgelegt", klagte Marktrat Peter Bork. Der Fraktionssprecher der UBF bemängelte zudem, dass es sich hier nur um "sehr unzureichende Informationen" handle, die er erhalten habe. "Das entspricht nicht der Geschäftsordnung", bedauerte er und forderte künftig eine "rechtzeitige Vorlage" der Unterlagen, die er gerne - als Fachmann - etwas näher unter die Lupe genommen hätte.Wie Bork monierte, seien die Papiere nicht nur unvollständig. Nach seiner Meinung seien die Informationen auf die Schnelle, mit heißer Nadel gestrickt worden. "Die Regeln müssen eingehalten werden."

Kostenangaben fehlen

Im vorliegenden Fall sei das aber nicht geschehen, erinnerte er noch einmal an die sehr kurzfristige Vorlage. "Schließlich hat die Angelegenheit auch finanzielle Auswirkungen", kommentierte er die fehlenden Zahlen für die Kosten der Erschließung. "Ich kann dem so nicht zustimmen", schloss der UBF-Fraktionssprecher.

Dazu klinkte sich Matthias Grundler ein. "Natürlich wünschen wir uns alle, dass die Unterlagen rechtzeitig vorliegen", gab der CSU-Sprecher Peter Bork recht. Man könne die Angelegenheit auch vertagen, stellte er anheim. "Aber wir sollten uns dem Thema wenigstens widmen und anhören, was Sache ist", ergänzte Grundler, dem anzumerken war, dass auch er gewillt war, den Bebauungsplan voranzutreiben. Daniel Völkl von der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau berichtete, dass die VG alles unternommen habe, die Pläne und Erläuterungen rechtzeitig beizubringen. "Wenn weitere Details gewünscht werden, müssen wir auf das Ergebnis des Planers warten. Das aber kostet erneut Zeit."

Das Argument rief Peter Bork erneut auf den Plan: Man dürfe nicht alles nur auf den Planer schieben. "Da macht man es sich zu einfach." Deutlich ließ Bork erkennen, dass er grundsätzlich nichts gegen die Bebauungspläne einzuwenden habe, über die am Dienstag debattiert werden sollte. Bork meinte damit - neben der Diskussion über den Bereich Pirker Weg - auch die weiteren notwendigen Beschlüsse zu den Bebauungsplänen, die Hirtgarten und Egerberg betreffen. Auch hier stehe man vor dem gleichen Problem, dass die Unterlagen mehr als unzureichend seien, wie Bork mit Nachdruck deutlich machte. "Ich will nicht darauf beharren, die Punkte abzusetzen. Das Prozedere ist aber nicht nachvollziehbar. Das gehört einmal gesagt", schob Bork nach. "Ich bin dafür, die Angelegenheit endlich auf den Weg zu bringen", warf Zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller ein.

Nichtöffentliche Beratung

Um die drohende Absetzung des Tagesordnungspunktes zu verhindern, bat Bürgermeister Herbert Bauer um eine Sitzungsunterbrechung. In einer rund 15-minütigen nichtöffentlichen Beratung einigte man sich schließlich darauf, den Bebauungsplan "Pirker Weg" noch am Abend auf den Weg zu bringen. Nur Peter Bork stimmte dagegen. Die ebenfalls zur Diskussion stehenden Bebauungspläne "Hirtgarten" und "Egerberg" wurden jedoch von der Tagesordnung abgesetzt und kommen wohl in der Juli-Sitzung noch einmal auf den Tisch.

Kurz notiert:

Aufgang gesperrt

Der Aufgang zur Burg (beim Brauhaus) ist derzeit Baustelle und somit für Besucher gesperrt. "Die Gäste, die die Burg besuchen wollen, sollten darauf achten", bat Matthias Grundler in der Marktratssitzung und verwies auf die Sicherheit in dem Bereich, der aktuell wegen der Arbeiten nicht betreten werden darf. (wro)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.