Falkenberg
30.10.2026 - 09:25 Uhr

Försterin berichtet den Falkenberger Markträten von einem "Schatzkästchen"

Freude und Leid liegen bei Anette Schödel nebeneinander. In der Marktratssitzung in Falkenberg berichtete die Forstamtsfrau von ihrer Arbeit, den Wäldern und einer sehr ärgerlichen Sache. Und: Falkenberg hat eine neue Familienbeauftragte.

Seit zehn Jahren betreut die Forstamtsfrau Anette Schödel die Waldbestände in Wiesau und Falkenberg. Am Donnerstag beleuchtete sie ihre Arbeit. Bild: Werner Robl
Seit zehn Jahren betreut die Forstamtsfrau Anette Schödel die Waldbestände in Wiesau und Falkenberg. Am Donnerstag beleuchtete sie ihre Arbeit.

Anette Schödel ist Försterin und arbeitet, sofern sie nicht draußen in der Natur ist, in ihrem Büro im Wiesauer Rathaus. Am Donnerstag folgte sie der Einladung in die öffentliche, danach in die nichtöffentliche Sitzung des Falkenberger Gemeinderates.

Seit zehn Jahren betreut Schödel die Forstbestände bei Wiesau und Falkenberg. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören auch, wie sie berichtete, zwei Kommunalwälder. In den Mittelpunkt ihres Referates rückte Schödel am Donnerstag die Bestände bei Falkenberg. Dort hege sie, wie es die Forstamtsfrau formulierte, ein „Schatzkästchen“ mit rund 200 Jahre alten „hochvitalen Tannen“, auf die sie sehr stolz sei. Wo man den Baumbestand finden kann, verriet Schödel am Sitzungsabend jedoch nicht.

"Wie eine Bittstellerin"

Im Verlauf ihrer Ausführungen beleuchtete die Försterin auch die Schwierigkeiten, gegen die sie das Jahr über ankämpfen muss. Die meisten Flächen im Wald könne man mit dem Auto überhaupt nicht erreichen, bedauerte Anette Schödel vor den Markträten und Zuhörern. Grund dafür seien die Felsen und engen Gassen in den Falkenberger Wäldern. „Zu vielen Abteilungen müssen ich, und die Forstarbeiter mit den Harvestern, über fremde Grundstücke fahren, was für die Arbeit negativ sei. Schödel sprach von einem „hohen Kommunikationsaufwand“, den sie betreiben müsse und der die Forstamtsfrau belaste. Schödel bemerkte, dass sie sich oft, mit Blick auf die Fahrerlaubnisse, die sie bei den jeweiligen Grundstückseigentümern einholen müsse, „wie eine Bittstellerin“ vorkomme.

Zudem vermisse sie an einigen Orten die wichtigen Grenzsteine. „Darum muss ich mich demnächst einmal kümmern“, versicherte die Forstfachfrau, die die Holzerträge in einem Kontobuch, das sie in ihrer Aktentasche bei sich hatte, einträgt. Sie müsse das verlangte Liefervolumen erfüllen und dokumentieren. "Dazu bin ich verpflichtet“, erklärte die Försterin.

Zweifellos eine Herausforderung seien der Klimawandel und dessen Folgen, erklärte sie an anderer Stelle. „Ich muss viel schützen“, klagte Schödel, die, ihrer Aussage nach, inzwischen „sehr verdrossen“ sei, vor allem auch deshalb, weil sie immer wieder feststellt, dass Holz gestohlen wird, worüber sie sich sehr ärgere und die Bilanz in den Unterlagen schmälere.

Neue Familienbeauftragte

Die Aufgabe der Familienbeauftragten hatte bislang Gemeinderätin Maria Haberkorn inne, die angekündigt hatte, dass sie die Arbeit niedergelegen werde. Deren Nachfolgerin für die Legislaturperiode 2026 bis 2032 wurde die Falkenbergerin und Mitarbeiterin in der örtlichen Kinderkrippe Jessica Plonner. Ausdrücklich betonte Bürgermeister Grundler in der Sitzung, dass das Amt nicht an eine Mitgliedschaft im Gemeinderat gebunden sei.

Von den Räten wurde Jessica Plonner einstimmig bestellt. Grundler dankte der Markträtin Maria Haberkorn für die geleistete Arbeit und das Wirken für die Familien im Markt Falkenberg.

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