22.10.2019 - 12:07 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Gebet für Marktrat Peter Bork

Die Trauer um Marktrat Peter Bork bestimmt am Montag die Sitzung des Gemeinderats Falkenberg. Bürgermeister Herbert Bauer bittet um ein Gebet für den Verstorbenen.

In der Marktratssitzung erklärte Erik Bergner (links), Sachgebietsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung, dass die Probleme Wegeneubau und die Sanierung der Hammermühl-Zufahrt nur durch gemeinsame Gespräche lösbar seien.
von Werner RoblProfil

Die Markträte und die Unabhängige Bürgergemeinschaft Falkenberg (UBF), ja ganz Falkenberg, trauert um Peter Bork. Der Marktrat und UBF-Fraktionssprecher starb am 10. Oktober. Bürgermeister Herbert Bauer suchte - ein paar Minuten still verharrend - nach passenden Worten und nach einer Einleitung am Beginn der Marktratssitzung. Mit Peter Bork verlor der Gemeinderat einen kompetenten und ehrlichen Ansprechpartner, zugleich einen guten Freund. Bauer fasste sich kurz: "Wir wissen alle, dass wir einen wichtigen Gemeinderat nicht mehr unter uns haben dürfen." Mit gefasster Stimme bat der Bürgermeister um ein stilles Gebet. Bauer: "Herr, lass ihn ruhen in Frieden."

Der schmerzliche Abschied von Bauingenieur Peter Bork sorgte für einen eher verhaltenen Dialog im Marktrat. Angesichts des umfangreichen Aufgabenkataloges, den es in der Sitzung trotz der Trauer abzuarbeiten galt, bahnte sich ein ungewohnt langer Abend an. Dazu eingeladen waren die Architekten Emil Lehner aus Weiden und der Parksteiner Baufachmann Ernst Schöberl. Mit Erik Bergner war zudem ein Vertreter aus dem Amt für Ländliche Entwicklung vor Ort, der um eine Stellungnahme zu einer noch nicht gelösten Frage gebeten wurde.

Zu viele enge Kurven

Schon seit längerer Zeit nämlich beschäftigt sich der Gemeinderat mit den Möglichkeiten, neue Wege zu schaffen, um die Verkehrslage im Ort deutlich zu entschärfen. Die engen Straßen und Kurven machen es den landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht gerade leicht, zu den bewirtschafteten Flächen zu kommen. Für eine spürbare Entspannung könnte eine neu zu schaffende Verbindung zwischen der Schönfichter Straße und dem Bodenreuther Weg sorgen. Dafür macht sich Zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller seit langem stark.

Dass ihm das Anliegen Wegeneubau sehr am Herzen liegt, untermauerte der Pirker Kommunalpolitiker erneut am Montagabend. Bereits vor einigen Wochen hatte er zudem empfohlen, einen kompetenten Ansprechpartner aus dem Amt für Ländliche Entwicklung einzuladen, um auf die gestellten Fragen zur möglichen und auch geförderten Flurneuordnung eine Antwort zu geben. Zugesagt hatte der zuständige Sachgebietsleiter Erik Bergner. Viel Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung konnte er dem Landwirt und CSU-Marktrat aber nicht machen. Gegenüber dem Gemeinderat ließ Bergner erkennen, dass ein entsprechendes Verfahren erst dann eingeleitet werde, wenn ein deutliches Interesse seitens der Anlieger bekundet würde.

"Ein Nebenprodukt der Flurneuordnung ist der Wegebau", ergänzte Bergner, der auch die formellen und dafür erforderlichen Schritte erörterte. Fakt aber sei, dass das Verfahren aktuell noch nicht zu realisieren sei, weil die Bedingungen und die ausschlaggebenden Argumente, eine entsprechende Flurneuordnung "anzuleiern", fehlen würden. Entscheidend dafür sei der Wille der Grundstückseigentümer, die sich auch an den Restkosten beteiligen müssten.

In Ruhe diskutieren

Dringend empfahl Bergner einen Dialog mit den Anrainern, zudem regte er ein verbindendes Gespräch mit dem Bauernverband an. "Machen Sie sich Gedanken, welche Wege benötigt werden. Gehen Sie die Sache noch einmal in aller Ruhe durch", empfahl er, eine Lösung am runden Tisch herbeizuführen. "Der Ball liegt bei Ihnen. Das Amt für Ländliche Entwicklung bietet seine Unterstützung, auch eine Förderung an", fügte er hinzu. "Dafür aber brauchen wir eine konkrete Stellungnahme, die derzeit aber noch aussteht", erklärte der Gast mit Blick auf die weiteren Entscheidungen.

Damit war Bergner noch nicht am Ende seiner Ausführungen angelangt. Stellung nehmen sollte er auch zu den Fragen Waldnaab-Brücke an der Hammermühle und Zufahrt zum dahinter liegenden Privatanwesen. Laut Bergners Aussage handelt es sich dabei um einen nicht ausgebauten Feld- und Waldweg. Die Sanierung (auch der Brücke) sei - falls die Rahmenbedingungen erfüllt werden - förderfähig, ließ Bergner durchblicken. Er empfahl, dafür einen Antrag zu stellen. Die Baulast aber liege bei der Gemeinde. "Sie haben darüber zu entscheiden, welche Schritte einzuleiten sind und wie die Kosten an die beteiligten Anrainer verteilt werden. Überlegen Sie sich, wann der Ausbau möglich ist." Auch in diesem Fall machte Erik Bergner vorsorglich deutlich, dass nur eine Gesprächsrunde - bestehend aus Vertretern der Gemeinde und den Beteiligten - zu einer baldigen Lösung beitragen könne.

Erik Bergner (links) stellte sich den Fragen der Markträte (im Bild von rechts: Matthias Grundler, Rita Wildenrother und Gerhard Enslein) in Sachen Flurneuordnung, Wegeneubau und Sanierung der Straße und Brücke an der Hammermühle.

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