Falkenberg
26.10.2018 - 09:48 Uhr

Gerne auch mal unbequem

Seine Meinung vertritt Herbert Bauer stets deutlich. Offen spricht der Falkenberger auch Unbequemes aus. Am Sonntag wird der engagierte Bürgermeister 70 Jahre alt. Gefeiert wird mit einem Gottesdienst und einem Empfang im Burghof.

Bürgermeister Herbert Bauer feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag. Dazu hat er – neben seiner Familie und seinen Verwandten – auch viele Freunde und Weggefährten eingeladen. Bild: wro
Bürgermeister Herbert Bauer feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag. Dazu hat er – neben seiner Familie und seinen Verwandten – auch viele Freunde und Weggefährten eingeladen.

Nach dem Abitur studierte Herbert Bauer Lehramt in Eichstätt. Nach Abschluss des Studiums wurde er ins oberfränkische Schlüsselfeld berufen, wo der frischgebackene Lehrer zu Beginn seiner Pädagogenlaufbahn zunächst die Schüler in der ersten, danach die der fünften Klasse der dortigen Grund- und Hauptschule betreute. Weitere Stationen folgten.

Der geradlinige Falkenberger heiratete 1975 seine Ehefrau Hedwig; vier Kinder ergänzten bald die noch junge Familie. Herbert Bauer, der vor über vier Jahrzehnten dann auch in die CSU eintrat, wollte schon immer etwas bewegen. 1996 wurde er mit großer Mehrheit zum Bürgermeister seiner Gemeinde gewählt, in der er sich zuvor schon als Marktrat engagiert hatte. Aktuell hat Bauer auch ein Mandat im Kreistag. Viele Jahre brachte er sich zudem in kirchlichen Gremien ein. Herbert Bauer war Diözesanbeirat, Dekanatsratsvorsitzender und Sprecher des Pfarrgemeinderates Falkenberg. Besonders verbunden ist er aber "seiner" Kolpingsfamilie, der er als Orts- und Bezirksvorsitzender viele Jahre lang den Weg bereitete.

Einige Ziele habe er sich noch gesetzt, gesteht Bauer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. "Dazu gehört die Sanierung der örtlichen Wasserversorgung", beschreibt er eine der vordringlichen Aufgaben. "Die für heuer geplanten Arbeiten an der Tirschenreuther Straße wurden auf kommendes Jahr verschoben", bedauert er mit Blick auf eine der künftigen Baustellen im Ort. Ein bislang unerfüllter Wunsch bleibt nach wie vor die Erschließung eines neuen Wohngebietes. "Wir dürfen die Sache aber nicht aus den Augen verlieren." Man müsse die positive Wirtschaftslage nutzen. "Regelmäßig erreichen uns Grundstücksanfragen."

Wichtig ist dem Bürgermeister: "Besonders erfreulich ist die anhaltend positive Entwicklung der Software-Schmiede IGZ." Mit dem Erweiterungsbau des größten Arbeitgebers in der Gemeinde befassten sich die Markträte in ihren jüngsten Sitzungen. Als einen tollen Erfolg wertet er die Dorferneuerung, die über die Städtebauförderung vor rund zehn Jahren höchst erfolgreich lief. "Eine klasse Sache!"

Zu den wohl unbestrittenen Höhepunkten in seiner Zeit als Bürgermeister zählt die Revitalisierung der Burg, dem Wahrzeichen und nicht zu übersehenden Mittelpunkt der Gemeinde. Bauer, der auch den Verein "Forum Falkenberg - Freunde der Burg" leitet, sieht sich bestätigt, dass der Ankauf und die Sanierung der Anlage mit Tagungszentrum eine richtige, aber auch ein wichtige Entscheidung war.

Zu Bauers Hobbys zählen Bergwandern und Radfahren. "Südtirol liebe ich, aber leider habe ich in letzter Zeit sehr wenig Zeit fürs Reisen", bedauert er im Gespräch kurz vor seinem Geburtstag. "Vielleicht ergibt sich mal wieder die Gelegenheit, nach Nagyvázsony zu reisen." Mit der ungarischen Gemeinde unweit des Balaton pflegt Falkenberg eine Gemeindepartnerschaft.

Herbert Bauer Sitzungssaal des Rathauses. Er bekennt: "Die Revitalisierung der Burg, aber auch die Dorferneuerung waren der Höhepunkt meiner Bürgermeister-Laufbahn." Bild: wro
Herbert Bauer Sitzungssaal des Rathauses. Er bekennt: "Die Revitalisierung der Burg, aber auch die Dorferneuerung waren der Höhepunkt meiner Bürgermeister-Laufbahn."
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