Die Gemeinde will auch weiterhin sparen. "Das ist nicht so einfach", ließ Kämmerer Harald Seitz bei der Marktratssitzung durchblicken, dass er auf Stabilisierungshilfe hofft. Der Antrag wurde schon mal auf den Weg gebracht.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgelegt wurde die Jahresrechnung 2017. Im Haushaltsentwurf war eine Rücklagenentnahme von 143 700 Euro, veranschlagt; benötigten wurden aber nur 37 909 Euro. Der Abschluss des Haushaltsjahres ergab daher eine Verbesserung um 105 791 Euro.
Die Zahlen im mehrseitigen Papier hatte Kämmerer Harald Seitz ermittelt, der dazu auch Stellung bezog und Fragen beantwortete. Zur Kenntnis nahm das Gremium zudem auch die Inanspruchnahme eines Darlehens in Höhe von 179 000 Euro. Als Schuldenstand per 31. Dezember vergangenen Jahres wurden knapp 1,3 Millionen Euro 1287 919 Euro genannt. Kenntnis nahm der Gemeinderat auch von einem Schreiben des Landratsamtes vom April: Darin wurde die Haushaltssatzung zwar genehmigt. Insgesamt sei die Haushaltslage des Marktes aber angespannt, hieß es. Weiter empfiehlt die Behörde, die derzeitige Verschuldung abzubauen. Der Kreditbetrag von 112 600 Euro war genehmigt worden; die Summe sei mit der finanziellen Leistungsfähigkeit des Marktes zu vereinbaren.
Falkenberg geht leer aus
Bürgermeister Bauer und Kämmerer Seitz bedauerten, dass die Kommune in den vergangenen Jahren bei der Vergabe von Stabilisierungshilfen leer ausgegangen war. Mit Blick auf Einsparungen hob er hervor: "Wir arbeiten sowieso schon sehr sorgsam." Weitere Einsparungen seien schwierig, kommentierte Kämmerer Harald Seitz den fortgesetzten Willen weniger Geld auszugeben. Ausgeschöpft seien aber auch alle Einnahmemöglichkeiten, bedauerte Seitz ebenso. Mit Blick auf einen erneuten Antrag für eine Stabilisierungshilfe in Höhe von 874 936 Euro, fasste er zusammen: "Wir hoffen, dass wir diesmal erfolgreich sein werden". Mit dieser Summe wolle man nicht nur Darlehen in Höhe von 656 436 Euro ablösen, 218 500 Euro werde man für die Städtebaufördermaßnahme "Burgumgriff" und für die Sanierung des Bodenreuther Wegs verwenden, informierte Bürgermeister Bauer. Für die Gewährung von entsprechenden Fördergeldern seien aber drei Voraussetzungen (finanzielle und strukturelle Härte, sowie der Sparwille) erforderlich, ließ der Vorsitzende weiter anklingen.Den geforderten Sparwillen habe man bereits vor zwei Jahren in einem entsprechenden Konzept nachweisen können.
Ob der Antrag Erfolg haben wird, könne man derzeit nur schwer sagen, blieb Kämmerer Seitz in seiner Einschätzung vorsichtig und empfahl auf jeden Fall dem Antrag grünes Licht zu erteilen. Man müsse es probieren, meinten die Markträte, die geschlossen die Hand hoben.












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