25.11.2019 - 14:21 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Aus Hühnerstall entsteht Wohnung

Bauvorhaben und die näher rückenden Kommunalwahlen beschäftigten die Falkenberger Markträte in ihrer jüngsten Sitzung.

von Werner RoblProfil

Erneut war die Hammermühle ein Punkt auf der Tagesordnung. Grund dafür war aber nicht das bekannte Problem Brücke, sondern eine Bauvoranfrage, von der das Mühlenanwesen betroffen ist.

"Der Umbau schreitet voran", berichtete Bürgermeister Herbert Bauer über den Sanierungsfortschritt am historischen Gebäude, zu dem auch ein landwirtschaftlicher Betrieb gehört. Ergänzt werde das Projekt durch eine Gastronomie am Ausgangspunkt zum Waldnaabtal beziehungsweise nach Falkenberg. Aus diesem Grund habe sich der Antragsteller, der sich dazu auch schriftlich geäußert hatte, für eine Verlagerung seines bestehenden bäuerlichen Betriebs ausgesprochen, erläuterte Bürgermeister Bauer den Grund für die eingereichte Voranfrage auf Aussiedelung der Landwirtschaft durch Neubau einer Hofstelle und des dazugehörigen Betriebsleiterhauses. Beigefügt waren dem Schreiben auch Skizzen, die von den Gemeinderäten in Augenschein genommen wurden. Nach kurzer Beratung wurde der Bauvoranfrage einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. In den Blickpunkt rückte bei der Marktratssitzung auch die Kommunalwahl 2020. Einstimmig festgelegt wurden die Erfrischungsgelder für den Urnengang am 15. März: Der Wahlvorsteher erhält 60 Euro, die Wahlhelfer bekommen 50 Euro. Bei einer möglichen Stichwahl: Wahlvorsteher 30 Euro, Wahlhelfer 25 Euro.

Erschließung gesichert

Eine Falkenbergerin möchte einen bestehenden Hühnerstall zu einer Wohnung umgestalten. Das Gebäude, um das es in der Sitzung ging, befindet sich auf der Flurnummer 776 (Gemarkung Gumpen). Das Bauvorhaben liegt im unbeplanten Innenbereich des Ortsteils Pirk. "Wohngebäude sind in Dorfgebieten zulässig", erinnerte Bürgermeister Bauer und fügte hinzu, dass dem beantragten Umbau des Hühnerstalles zu einer Wohnung daher nichts im Wege stehen dürfte. Die Erschließung sei gesichert, erklärte der Bürgermeister und verwies auf die vorgelegten Pläne der Ingenieurgesellschaft Lehner & Baumgärtner. Die Abwasserbeseitigung erfolge mittels einer Kleinkläranlage, deren gereinigtes Abwasser in den bestehenden Ortskanal eingeleitet werde. Laut Bauer sei die Anlage auf acht Einwohnerwerte ausgelegt. Ob der Umbau des Stalles zu einer Wohnung zugleich auch eine Erhöhung der festgesetzten Einwohnerwerte auslösen würde, müsse vom Landratsamt noch geklärt werden, ergänzte Herbert Bauer. "Das Ortsbild wird mit dem Umbau nicht beeinträchtigt", stellte er zudem fest und empfahl, dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Das geschah einstimmig.

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