27.12.2019 - 12:59 Uhr
FalkenbergOberpfalz

IGZ: Zeichen stehen weiter auf Wachstum

Seit 20 Jahren gibt es das Unternehmen IGZ in Falkenberg. Bei der Weihnachtsfeier rückten neben einigen Mitarbeitern auch zwei Stargäste in den Mittelpunkt: Extrem-Alpinist Reinhold Messner und die Altneihauser Feierwehrkapell'n.

Die IGZ-Inhaber Johann Zrenner (vorne, links) und Wolfgang Gropengießer (vorne, rechts) ehrten einige Jubilare. Dabei war auch Seniorchef Eduard Zrenner gemeinsam mit Gattin Maria (vorne, Zweiter und Dritte von links). Mit auf dem Bild sind die Partnerinnen und Partner der Geehrten.
von Externer BeitragProfil

Das auf SAP-Software für Logistik und Produktion spezialisierte Unternehmen schloss das Jubiläumsjahr mit einer Weihnachtsfeier in der Weidener Max-Reger-Halle ab. Dabei waren rund 600 Mitarbeiter mit ihren Partnern und viele Ehrengäste.

Als Stargast und Festredner inspirierte der Abenteurer und Extrem-Alpinist Reinhold Messner, der als erster alle 14 Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff bezwang und die Antarktis durchquerte. Den satirischen Höhepunkt des Abends setzte Kommandant Norbert Neugirg mit seiner Altneihauser Feierwehrkapell'n, der gewohnt spitzzüngig über IGZ interne Ereignisse berichtete.

Unternehmern als Vorreiter

Die Firmengründer und Inhaber Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner blickten in ihren Ansprachen nicht nur auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurück, sondern erläuterten laut Pressemitteilung auch die Anfänge und Meilensteine der 20-jährigen IGZ-Erfolgsgeschichte. "Es war ein langer Weg, doch aus heutiger Sicht wieder so kurz", so Gropengießer.

IGZ habe es zur Jahrtausendwende als weltweit erstes Unternehmen geschafft, SAP-Standardsoftware auf kleine Datenerfassungsgeräte zu bringen, so dass beispielsweise der Logistikdienstleister DB Schenker, IGZs erster Kunde, damit auch im Lager arbeiten konnte. Diese Vorreiterrolle führe das Falkenberger Unternehmen seither in allen Sparten fort. Von der Lagerlogistik und dem Transportmanagement über die Produktionssteuerung bis hin zur Lagerautomatisierung, stets in Verbindung mit SAP-Software: IGZ gilt laut Gropengießer heute in diesen Sparten als Marktführer und baue dies kontinuierlich aus.

Weitblick und Beharrlichkeit

Gemeinsam mit der früheren Walberer Elektrotechnik, die seit 2011 Teil der IGZ-Gruppe ist und als IGZ Automation GmbH firmiert, zähle die IGZ-Familie, die in diesem Jahr um rund 90 neue Kollegen angewachsen ist, aktuell rund 450 Mitarbeiter. Über 400 Konzerne und Unternehmen in ganz Europa würden auf die Leistungsfähigkeit der Falkenberger Unternehmensgruppe, die heute die Planung und Realisierung kompletter Logistikzentren einschließlich SAP-Software anbiete, vertrauen. Darunter sind Hilti, BASF, Ferrero oder auch der für die Marken "Erdal" oder "Frosch" bekannte Chemiekonzern "Werner & Mertz".

Auch die politischen Ehrengäste, darunter Landrat Wolfgang Lippert, "betonten den Mut, die Präzision, den Weitblick und die Beharrlichkeit, die das Brüderpaar Gropengießer und Zrenner auszeichnet". Solcher Unternehmergeist sei wichtig, denn es gehe um nicht weniger als um Innovationskraft, die dem Landkreis Tirschenreuth heute attestiert werde.

Messner attestiert Pioniergeist

Bergsteigerlegende Reinhold Messner hingegen verglich die von IGZ in 20 Jahren erklommenen Gipfel mit seinen eigenen alpinistischen Herausforderungen. Bei IGZ herrsche, so der Südtiroler, der gleiche Pionier- und Abenteuergeist, der wichtig sei, um seine Ziele auf mutige und innovative Weise umzusetzen. In seinen 75 Lebensjahren habe er noch keine vergleichbare Erfolgsgeschichte angetroffen, wie er sie an diesem Abend bei IGZ hatte kennenlernen dürfen.

Auftragsbücher "sehr gut gefüllt"

In ein sprichwörtlich anderes Horn blies Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell'n. Er gab sich mit seinen vom Löschdienst suspendierten, weil ungeeigneten Kameraden, nach eigenen Worten die zweifelhafte Ehre, die Jubiläums-Weihnachtsfeier mit pointierten Spitzen zu untermalen. Und zur Überraschung wusste er süffisant einiges zu kommentieren, was nur IGZ-Insider zu wissen vermochten. So bekamen der eine oder andere Anwesende und nicht zuletzt die Ehrengäste aus der Politik in gewohnt wortreicher Feinfühligkeit einen "aufgestrichen". Zur Freude der Mitarbeiter sprudelten die punktgenauen Nadelstiche in Reimform aus Neugirg nur so heraus, so dass die Feierwehrkapell'n schließlich mit tosendem Applaus und Zugabe-Rufen von der Bühne verabschiedet wurde.

Zum Schluss des offiziellen Programms sangen alle Mitarbeiter, die 2019 die IGZ-Familie vergrößerten, als gemeinsamen "Einstand" den Weihnachtsklassiker "Oh Tannenbaum", bevor im "IGZ XMAS"-Club bis in die Morgenstunden weitergefeiert wurde.

Auch 2020 stehen bei IGZ die Zeichen laut Pressemitteilung weiterhin auf Wachstum. "Die konjunkturelle Lage ist unverändert gut und die Auftragsbücher teilweise bis in das Jahr 2021 hinein sehr gut gefüllt", wird Inhaber Johann Zrenner zitiert. Der Bau der neuen Hauptverwaltung ist in vollem Gange, wodurch die Bürofläche um weitere 7000 Quadratmeter und 250 Arbeitsplätze bis Frühjahr 2020 verdoppelt wird.

Generationenwechsel eingeleitet

Auch der Generationenwechsel wurde 2019 eingeleitet. Katharina Zrenner und Philipp Gropengießer, zwei der drei Nachfolger, haben im Sommer dieses Jahres ihre Management-Einarbeitung bei IGZ begonnen, mit dem Ziel bis zum 25-jährigen Jubiläum Stück für Stück das Ruder bei IGZ zu übernehmen, so Zrenner. Kommendes Jahr solle IGZ an beiden Standorten, Falkenberg und Erbendorf, um mehr als 50 neue Mitarbeiter wachsen.

Ehrungen:

Ausgezeichnete Mitarbeiter

Großen Beifall erhielt Seniorchef Eduard Zrenner, als er mit weiteren fünf Mitarbeitern für sein 20-jähriges Wirken von seinen Söhnen Wolfgang und Johann ausgezeichnet wurde. Doch nicht nur sechs 20-jährige Jubilare, darunter auch IGZs erster Mitarbeiter, Stefan Wittmann aus Störnstein, sowie IGZ Automation-Geschäftsführer Christian Mattes aus Thumsenreuth wurden geehrt. Auch sechs 10-jährige Jubilare konnten sich jeweils über ein zusätzliches Monatsgehalt, einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende in einem von 150 Wohlfühlhotels im Bayerischen Wald, den obligatorischen IGZ-Wimpel sowie Blumensträuße freuen.

Die Ausgezeichneten: Seit 20 Jahren sind Eduard Zrenner, Doris Häupl, Peter Heuberger, Bettina Kraus, Christian Mattes sowie Stefan Wittmann dabei. Auf 10 Jahre bringen es Michael Bauer, Alexander Gradl, Martin Reger, Enrico Reichelt, Gerald Wagner und Johannes Zeitler.

Hintergrund:

Falkenberg: "Einst nur Bauern und Gelände"

Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell'n setzte einige Nadelstiche. Hier ein Auszug:

In Falkenberg, an Bayerns Ende, gab's einst nur Bauern und Gelände, und in dem Kaff am Ende des Planeten, war nichts dringender als Hirn vonnöten, denn aus dem Rathaus und den Häuserleichen gab's diesbezüglich keine Zeichen.

Doch der Herr hatte Erbarmen und warf die im Geiste armen Gemeindegeister dank der IGZ aus ihrem Falkenberger Totenbett; ein Software-Laden war geboren, und Falkenberg wär' längst verloren, wär' man auf die Ideen angewiesen, die aus den hohlen Kugeln sprießen, die Parteistrategen auf den Schultern tragen und dazu noch Köpfe sagen.

Den Falkenberger Softwarekasten schufen einstmals zwei Fantasten, die zwar als Falkenberger Knaben die Landluft in den Genen haben, doch im Schädel unter ihren Haaren vor 20 Jahren in der Lage waren, dank ihren größ'ren Hirngelenken über Falkenberg hinauszudenken, und die Kleingeister zu ignorieren, die in so Dörfern existieren.

Die Falkenberger Gropengießer, Zrenner, sind ausgebuffte Softwarekenner, und ihr 20 Jahre alter Laden kam bis heute nicht zu Schaden, und kann sich tolle Feiern leisten, mit sichtlich vielen Abgespeisten.

Extrem-Alpinist und Abenteurer Reinhold Messner aus Südtirol zog Parallelen aus seinen Herausforderungen und Höhepunkten im Bergsport zu jenen der 20-jährigen IGZ-Erfolgsgeschichte.

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