28.02.2021 - 12:24 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Marktrat Falkenberg geschlossen für LED-Licht in den Straßen

Ein anderes Licht wird künftig in Falkenberg scheinen. Der Marktgemeinderat stimmte für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Allerdings gibt es einige klare Anforderungen.

Die Straßenlaterne am Falkenberger Rathaus ist nur eine von insgesamt 190, die im Gemeindegebiet für Licht sorgen. Nach einstimmigem Beschluss der Markträte werden alle Brennstellen auf LED-Technik umgerüstet.
von Werner RoblProfil

Energie und mögliche Einsparungspotenziale sind Themen, mit denen sich derzeit viele Gremien beschäftigen. Dem Marktrat Falkenberg wurde in der jüngsten Sitzung ein Vorschlag unterbreitet, der zunächst Geld kostet, aber sich langfristig auszahlen soll: Es ging um die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht.

Bürgermeister Matthias Grundler informierte über ein Schreiben der Bayernwerk Netz GmbH. Darin wird mitgeteilt, dass ab Mitte April die turnusmäßige Reinigung der gesamten Straßenbeleuchtung im Landkreisgebiet anstehe. Beigefügt war auch ein Angebot zur vollständigen Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik im Gemeindegebiet Falkenberg. "Die Arbeiten könnten im Zuge der Reinigung erfolgen. Das spart weitere Kosten", sagte Grundler.

Fast 50 Prozent weniger Strom

Zu Gast war als Referent zu dem Thema Alexander Bäumler vom Bauamt der Verwaltung in Wiesau. Er informierte, dass während der Abend- bzw. Nachtstunden aktuell 190 sogenannte Brennstellen - davon sind bereits 14 mit LED-Röhren ausgestattet - das Gemeindegebiet beleuchten. Den jährlichen Stromverbrauch bezifferte Alexander Bäumler auf rund 35.320 Kilowattstunden. Durch eine Umstellung auf LED-Technik könnte der Stromverbrauch laut Bäumler um 48 Prozent reduziert werden, wodurch eine Einsparung von 1944 Euro jährlich zustände käme.

"Die Arbeiten könnten im Zuge der Reinigung erfolgen. Das spart weitere Kosten."

Bürgermeister Matthias Grundler

Für die Umrüstung müsste die Marktgemeinde 9 928 Euro in die Hand nehmen. "Die Investition amortisiert sich aber in rund dreieinhalb Jahren", rechnete Alexander Bäumler vor. Zudem ließe sich der Kohlendioxid-Ausstoß wegen des geringeren Stromverbrauchs um etwa 8 Tonnen senken. "Das umweltschonende Warmweiß-Licht (2 700 bis 3 000 Kelvin) wird als verkehrssicher und insektenfreundlich eingestuft", schob der Verwaltungsmitarbeiter nach.

Keine Bewegungsmelder

Von einem Einbau von Bewegungsmeldern riet Bäumler aber ab. "Die Kosten dafür würden sich erst in rund 30 Jahren amortisieren", erklärte er. Einschränkungen bei der Lichtpräsenz könne man ausschließen, erwiderte Bäumler auf eine Frage von CSU-Marktrat Hans Enslein. "Die Ausleuchtung der Straßen bzw. Gehsteige muss genau so sein wie vorher", machte Bürgermeister Grundler deutlich.

Aus dem Gremium gab es am Ende keine Einwände, einstimmig billigte der Marktgemeinderat die vorgeschlagenen Maßnahmen. "Dann werden wir das Projekt in die Wege leiten und die restlichen Brennstellen umrüsten", kommentierte Bürgermeister Grundler das Votum. "Mit der Investition leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz. Aber auch zur Haushaltskonsolidierung", unterstrich Grundler.

Die Vorteile von LED-Lampen zeigte Alexander Bäumler im Falkenberger Marktgemeinderat auf.

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