05.05.2019 - 11:31 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Minister in historischer Wirtsstube

Die Einladung nach Falkenberg nahm Finanz- und Heimatminister Albert Füracker gerne an. „Die Fördergelder werden gut angelegt", lautete sein Fazit nach dem Rundgang durch die künftige Sanierungsbaustelle im Gasthof "Zum Roten Ochsen".

Thomas und Susanne Prockl (Bildmitte) führten die Gäste durch das historische Anwesen.
von Werner RoblProfil
Staatsminister Albert Füracker (3. von rechts) ist überzeugt: Die Fördergelder werden gut angelegt.
Beim gemütlichen Beisammensein in der Wirtsstube erläuterten Susanne und Thomas Prockl (links), der Delegation um Albert Füracker (3. von links) ihr Sanierungsvorhaben. Organisiert hatte das Treffen CSU-Marktrat Matthias Grundler (rechts).
Besuch in der Wirtsstube.
Im Brauhaus wurde an diesem Tag kein Bier gebraut. Die Führung leitete Bürgermeister Herbert Bauer. Im Bild (von links) MdL Tobias Reiß, Staatsminister Albert Füracker, Christian Doleschal, Matthias Grundler und Herbert Bauer.
Nach rund eineinhalb Stunden mahnten die Gäste zum Aufbruch.

Der Staatsminister Albert Füracker meinte damit die rund 1,9 Millionen Euro, die an staatlichen Zuschüssen für die rund 3 Millionen Euro teure Sanierung des historischen Gasthofes fließen werden. Realisiert wird das Großprojekt an der Schönfichter Straße durch ein gefördertes Sonderprogramm, das die Belebung der Ortskerne im ländlichen Raum unterstützt. Davon stemmen die Städtebauförderung und der Denkmalschutz – hier konkret der Entschädigungsfonds – den Löwenanteil. Einen deutlich kleineren Anteil steuern der Bezirk Oberpfalz und der Landkreis im Rahmen der Denkmalpflege bei.

Von der Wirkung des Programms überzeugt betonte Füracker beim Ortstermin: „Ich finde es gut, dass dadurch die private Initiative, die auch von staatlichem Interesse ist, ermöglicht wird.“ Gleichzeitig erhalte der das Ortsbild prägende Gasthof eine Perspektive für die Zukunft. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, der das Treffen vermittelt hatte, bezeichnete das Prockl-Anwesen als „Aushängeschild für Falkenberg.“ Die Förderung an dieser Stelle sei eine echte Strukturhilfe für einen weiteren Aufschwung und eine verbesserte Lebensqualität. Das bestätigte Bürgermeister Herbert Bauer, der den Einsatz der Wirte herausstellte. „Falkenberg erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit und ist ein lohnenswertes Ausflugsziel.“

Marktrat Matthias Grundler – er hatte den Besuch vor Ort organisiert – bedankte sich für die starke Unterstützung des Freistaates bei diesem Projekt. Zudem dankte er der Familie Prockl für den Mut, die Sanierung anzugehen. In der Gaststube erinnerte Architekt Peter Brückner an die bereits stattgefundenen Gespräche im Rahmen der Planung. „In meinen Augen ist der ,Rote Ochse' ein authentischer Ort. Hier wird Tradition gelebt." Begleitet wurde die Delegation vom zuständigen Vertreter der Regierung Oberpfalz, Josef Kagerer,

vom Schwandorfer Europakandidaten Christoph Götz und dem Weidener JU-Ortsvorsitzenden Lucas Weigl. Christian Doleschal aus Brand stellte sich als Anwärter auf ein Abgeordnetenmandat im Europäischen Parlament vor. Er war begeistert, dass in Falkenberg an vielen Orten gelebte Tradition und Zukunft eine Einheit bildeten. Das Projekt „Roter Ochse“ sei beispielgebend.

Wie und wo das immaterielle Kulturerbe Zoigl hergestellt wird, ließ sich die Delegation anschließend im historischen Brauhaus erklären. Auch wenn am Besuchstag kein einziger Liter Bier gebraut wurde, zeigten sich Füracker und seine Begleiter beeindruckt von der handwerklichen Herstellungsweise.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.