21.05.2019 - 14:09 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Auch ein Minister nimmt auf der Couch Platz

Um Europa ging es bei einer Veranstaltung in der Burg Falkenberg. Christian Doleschal und Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer trafen auf Staatsminister Bernd Sibler.

Im Mittelpunkt der Dreierrunde zusammen mit Bernd Sommer, Christian Doleschal und Bernd Sibler (von links), stand das Thema „Europa“.
von Werner RoblProfil

Im Vorfeld der Europawahl diskutierten Europakandidat Christian Doleschal und Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer auf der Burg Falkenberg mit dem Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. Dazu eingeladen hatte der CSU-Ortsverband

"Wenige Tage vor der Europawahl gibt es noch viel zu tun", mahnte Moderator und CSU-Kandidat Christian Doleschal, der auf seiner Wahlkampf-Tour in Falkenberg Station machte. Die Wahl sei wichtiger denn je. "Die Stimmung ist gut", fasste der Brander CSU-Politiker und JU-Bezirksvorsitzende seine zuletzt gewonnenen Eindrücke zusammen.

Doleschals Forderung lautete: "Wir müssen Europa stabil halten." Wichtig sei auch der Zusammenhalt, mahnte der 31-Jährige mit Blick auf die Weltpolitik. Doleschal fügte hinzu: "Gehen Sie zur Wahl."

Staatsminister Bernd Sibler hob die Bedeutung von Europa mit einem ganz einfachen privaten Beispiel hervor. "16 tschechische Austauschschüler grillen heute zusammen mit meinen beiden Kindern und meiner Frau daheim im Garten. So etwas wäre vor 40 Jahren unvorstellbar gewesen." Heute sei das völlig normal. "Die tschechischen Nachbarn leben und erleben Europa, die Begegnungen - hüben und drüben - sind Alltag geworden." Auch an den Schulen werde Europa mit Leben erfüllt. Die Tatsache bestätigte auch Bürgermeister Sommer. Das Egrensis-Freibad seiner Klosterstadt werde zum Beispiel sowohl von der einheimischen Bevölkerung als auch von den böhmischen Nachbarn gerne genutzt. "Bayern und Tschechen liegen - Handtuch an Handtuch - nebeneinander."

Ein Manko sei noch die Sprachbarriere, bedauerte Minister Bernd Sibler. Ein deutliches Plus stelle die Währungsunion dar. Europa sei zu einem Friedensprojekt geworden. Anerkennend äußerte sich der CSU-Minister über die vielen Partnerprojekte. "Aus Kopfprojekten wurden Herzprojekte", fuhr er mit besonderem Blick auf das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee fort. Nichts sei internationaler als Wissenschaft und Kultur, ließ er auch dieses Thema anklingen.

Sommer unterstrich, dass man nach dem Fall der Stacheldrähte und Wachtürme in Europa gelandet sei. "Aus Bayern und Böhmen wurden boomende Regionen in vielerlei Hinsicht. Eine grandiose Entwicklung." Man spüre, dass sich vieles zum Guten verändert habe. "Der Umgang der Nachbarn untereinander ist freundschaftlicher geworden." Noch vorhandene Probleme könne man mit Anreizen lösen, machte Sommer auch mit Blick auf die aufstrebende Wirtschaft deutlich. "Weder Europa, geschweige denn der Wohlstand sind selbstverständlich", machte Sommer deutlich. "Die Projekte tragen Früchte, aber wir brauchen auch Netzwerke", fasste Doleschal den Abend zusammen. "Dazu brauchen wir auch gute Ideen", schloss Staatsminister Sibler, der im Anschluss Fragen aus dem Publikum beantwortete.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Besichtigung der Burg. CSU-Ortsvorsitzender Matthias Grundler führte gemeinsam mit Bürgermeister Herbert Bauer den hohen Gast durch das Denkmal.

Ratlos zeigt sich Staatsminister Bernd Sibler (rechts) auf die Frage, wie es nach dem Brexit weitergehen wird. Links im Bild Christian Doleschal.
Vor der Podiumsdiskussion trug sich Staatsminister Bernd Sibler (Mitte) ins Goldene Buch der Marktgemeinde Falkenberg ein. Im Bild (stehend von links): Christian Doleschal, CSU-Ortsvorsitzender Matthias Grundler, stellvertretender Landrat Alfred Scheidler und Bürgermeister Herbert Bauer aus Falkenberg.
Begrüßt wurden die Gäste von CSU-Ortsvorsitzenden Matthias Grundler (rechts).
Der Kapitelsaal auf Burg Falkenberg bildete den idealen Rahmen für eine Aussprache, wenige Tage vor der Europawahl.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.