10.09.2019 - 13:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Mühle bald wieder unter Dach

An der Hammermühle tut sich etwas. Mehr und mehr wird das historische Anwesen zu einem Schmuckstück. Hubert Wild zeigt den Sanierungsfortschritt beim Tag des offenen Denkmals.

Beim „Tag des offenen Denkmals“ stellte auch Hubert Wild (rechts) sein Anwesen vor, das aber noch eine Baustelle ist.
von Werner RoblProfil

Bereits vor zwei Jahren war bekannt, dass die Sanierung der Falkenberger Hammermühle rund 1,3 Millionen Euro kosten wird. Das Projekt war daher auf die Unterstützung durch entsprechende Stellen angewiesen, und Bauherr Hubert Wild hatte Erfolg. Der Idealist – und das muss man bei solch einem Projekt wohl auch sein - bekam Hilfe. Darauf verweist eine große Tafel, die nahe der Baustelle die Wiese ziert: „Gefördert mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Bayerischen Landesstiftung des Bezirks Oberpfalz und des Landkreises Tirschenreuth“ ist darauf zu lesen.

Entstehen soll dort auch ein Gasthaus. Die Lage ist ideal: Die Hammermühle liegt am Eingangstor zum Waldnaabtal, nur wenige Schritte davon entfernt befindet sich der Wanderparkplatz. Außerdem führt der Weg vom Mühlnicklweiher am Anwesen direkt vorbei. Beim „Tag des offenen Denkmals“ spricht Hubert Wild von 2 Bauabschnitten. Einer davon betrifft die Nebengebäude. Der andere und derzeit aktuelle ist die eigentliche Mühle, der – und das ist mehr als deutlich zu erkennen – derzeit das Dach und ein Teil der Wände fehlen. Das Fachwerk liegt offen vor einem da und kann von allen Seiten betrachtet werden. Ausgebessert wird aber nur was schadhaft ist. "Der Rest bleibt erhalten." Statt des früheren Blech- soll jetzt ein Ziegeldach vor dem Wetter schützen. „Bis zum Winter aber ist hier wieder alles dicht.“ Das ist zweifellos ein sportlicher Plan, den Hubert Wild aufgestellt hat. „Aber was will ich machen. Der Winter naht.“ Man könne das doch nicht offen und das Haus ungeschützt lassen, erklärt der Bauherr. Hubert Wild hat – mit Blick auf den Kalender – zweifellos recht. Der Falkenberger ist daher fest entschlossen. Mehr sagt er dazu aber nicht, außer dass man bei solch einem Projekt auch mit Rückschlägen rechnen müsse. Hubert Wild zeigt sich gut aufgelegt. Er klagt nicht und wenn doch - dann erfährt man es heute halt nicht.

Seit sich Wild an die Restaurierung gewagt hat, stellt er seine Hammermühle beim Tag des offenen Denkmals auch der Öffentlichkeit vor. Trotz des jetzt einsetzenden Regens haben sich auch an diesem eher ungemütlichen Museumssonntag einige hinausgewagt, um dort nachzusehen und sich Hubert Wild anzuschließen. Gerne erklärt er auch die Geschichte des Anwesens, zu dem auch ein kleines Museum und ein Stromkraftwerk gehört. Den ganzen Sonntag lang ist Hubert Wild in seiner Baustelle unterwegs. Wieder hat sich eine Besuchergruppe eingefunden, die er durch die Mühlenbaustelle führt, auf der es noch viel zu tun gibt.

Eine große Tafel erklärt, dass das Vorhaben von vielen Stellen gefördert wird.
Draußen sitzen, um eine Wanderpause einzulegen, ist bereits möglich. Dass die Hammermühle derzeit eine Baustelle ist, stört die Ausflügler nicht.
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