14.02.2019 - 11:12 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Spende für Schule in Afrika

Nach der Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag war der Katholische Männerverein, zuletzt geleitet von Manfred Seitz, endgültig Geschichte. Die Vereinstätigkeit ruht. Dennoch gibt es Grund zur Freude.

300 Euro aus dem aufzulösenden Vermögen des Katholischen Männervereins übergaben Vorsitzender Manfred Seitz (links) und Kassier Eduard Zrenner (rechts) an den Falkenberger Pfarrvikar Franklin Mboma, der das Geld an das Sammelkonto für ein Schulprojekt in seiner Heimat weiterleiten wird.
von Werner RoblProfil

„Es ist bedauerlich, aber auch verständlich zugleich, dass sich der Verein auflösen musste“, merkte Falkenbergs Pfarrvikar Franklin Mboma im Gespräch – gemeinsam mit seinen beiden Gästen Manfred Seitz und Eduard Zrenner – im Pfarrbüro an. Gegründet wurde der Katholische Männerverein 1906. In den Anfangsjahren wurde die Gemeinschaft von Ludwig Meiler, Engelbert Weis und Ludwig Lang geführt. Zuletzt hatte der Verein aber unter Nachwuchs- und Mitgliedermangel zu leiden. "Der Auflösungsbeschluss vor einigen Wochen war daher unvermeidbar", ließ Kassier und Altbürgermeister Eduard Zrenner auf Anfrage anklingen.

300 Euro, die aus dem Männervereinsvermögen stammen, übergaben Vorsitzender Manfred Seitz und Kassier Eduard Zrenner jetzt an Pfarrvikar Franklin Mboma, der das Geld – wie er ausdrücklich betonte – nur verwalten und zeitnah mit Verwendungszweck „Schulhaus“ weitergeben wird. Das Projekt wurde nicht erst während seiner Zeit in Falkenberg angestoßen, ergänzte Pfarrvikar Franklin ausdrücklich.

Das Schulprojekt in seiner Heimatgemeinde – 600 Kilometer östlich der Hauptstadt Kinshasa - liegt dem Falkenberger Seelsorger aus der Republik Kongo sehr am Herzen. Die bereits bestehende Schule wird von den Kindern aus Kibwanga, Lombe, Kabala und Mikrawi besucht. „Bereits im Oktober vergangenen Jahres konnte der erste Bauabschnitt kirchlich gesegnet, danach offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Bereits vor vier Jahren wurde dort – wenige Meter entfernt – ein Gotteshaus errichtet und vom dortigen Bischof feierlich geweiht. Seit dieser Zeit haben die rund 3000 Katholiken in der Dorfgemeinschaft eine eigene Kirche. Die nächste befindet sich rund 65 Kilometer davon entfernt. Das Gotteshaus, das zur kongolesischen Diözese Kikwit gehört, sei inzwischen zum Dorfmittelpunkt geworden. Das weitere Ortszentrum sei derzeit im Entstehen, verwies Pfarrvikar Franklin auf die Fotos, die er zeigte beziehungsweise auf seinem Computer gespeichert hat. „Ein Schulgebäude steht schon. Das reicht aber nicht“, bedauerte der Geistliche. Derzeit stecke man (im Geburtsort seiner Mutter) in der Planung eines weiteren Komplexes, so der Falkenberger Seelsorger. „Dafür wird jetzt kräftig gespart, um zeitnah damit beginnen zu können.“

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.