11.09.2018 - 10:05 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Treffpunkt Mühlenstube

Was den Augen sonst verborgen bleibt, wird am "Tag des offenen Denkmals“ sichtbar. Mit dabei ist die Hammermühle, die am Eingang des Waldnaabtales die Falkenberger Wiesenlandschaft prägt. Dabei interessiert besonders das "Innenleben".

Ein besonderer Blickfang ist das Gewölbe im Mühlenanwesen, das Besitzer Hubert Wild (links) am „Tag des offenen Denkmals“ seinen Gästen gerne zeigt.
von Werner RoblProfil

Mühlenbesitzer Hubert Wild hält am Sonntag die Hoftore offen, wartet auf interessierte Besucher, die über den Sanierungsfortschritt des Anwesens der Familie mehr erfahren wollen. Ein Blick in den Hofraum genügt: Es geht voran. Gerüste bestimmen derzeit den Westflügel, in dem Ferienwohnungen entstehen. Draußen im Biergarten – am Wanderweg vor der Mühle - genießen zahlreiche Gäste die warmen Strahlen der spätsommerlichen Nachmittagssonne.

Im Innern des Gebäudes drängen sich derweil schon die neugierig gewordenen Besucher. Man hat den Eindruck, dass heuer - im Vergleich zu den Vorjahren - noch mehr gekommen sind. Die Mühlenstube, in der die Besitzerfamilie alles aufgereiht hat, was man im Lauf der Jahre gefunden hat, gleicht einem aufgeräumten Heimatmuseum. Alte Instrumente, zudem auch allerlei Werkzeuge und andere Dinge, die die Arbeit früher erleichtern sollten, sind zu sehen.

Bewundert wird auch das Gewölbe, ebenso die vom Schwarz befreite Rußkuchl, über deren Geschichte Wild ebenfalls so einiges erzählt. Man brauche viel Geduld und Ausdauer, um ein aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammendes Anwesen restaurieren zu können. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt – dem starken Partner an seiner Seite - beschreibt er als angenehm und konstruktiv. „Ohne die Ansprechpartner geht es nicht“, betont der Falkenberger mit deutlichem Augenmerk auf die fachliche Beratung.

Ein besonderer Höhepunkt der Anlage ist der Fachwerkgiebel, der zum Waldnaabtal ausgerichtet ist. Neue Pläne werden gezeigt, in denen auch die Sanierung der Remise enthalten ist. Man müsse dahinter stehen, merkt der Hammermühler weiter an. Ausführlich beantwortet Wild auch Fragen nach dem weiteren Planungs- beziehungsweise Renovierungsfortschritt, der in verschiedene Abschnitte untergliedert ist. "Bis kommendes Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein", wagt er einen vorsichtigen Ausblick.

Wenn alles fertig ist, werden rund 2,6 Millionen Euro mit Hilfe der Denkmalpflege verbaut sein. Die Stabilisierung und Sanierung des Stallgebäudes war eine der ersten Maßnahmen, mit denen die markante Mühle mit dem roten Dach deutlich schöner und zu einem erhaltenswerten Blickfang (neben der Falkenberger Burg) gestaltet werden soll.

Erhalten geblieben ist auch die Rußkuchl. Hubert Wild (rechts) stellt das Renovierungsergebnis am Denkmal-Nachmittag vor.

Die Mühlenstube gleicht einem Museum. Dort hat der Sammler Hubert Wild (hinten) alles zusammengetragen, was im Lauf der Jahre gefunden wurde.

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