21.07.2021 - 12:21 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Vortrag von Beate Eichinger: "Laudato si'" ist ein umweltpolitischer Appell an Kirche und Gesellschaft

Die Umweltbeauftragte im Bistum Regensburg, Beate Eichinger, war zu Gast im Tagungszentrum der Burg Falkenberg. In ihrem Vortrag „Laudato si’“ mahnt die Regensburgerin zum verstärkten Umweltschutz.

Auf Einladung des Pfarrgemeinderats und der Marktgemeinde Falkenberg stellte Beate Eichinger die Papst-Enzyklika "Laudato si'" vor.
von Werner RoblProfil

Beate Eichinger, die vom Falkenberger Pfarrgemeinderat eingeladen wurde, um über die Papst-Enzyklika „Laudato si'“ zu referieren, wohnt in Regensburg. „Ich lebe mitten in der Altstadt.“ Die Tatsache, dass sie kein Auto, auch kein Handy besitzt, mag in der heutigen Zeit verblüffen. „Es ist tatsächlich so“, beteuerte Eichinger auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Angereist sei sie mit der Bahn. „Von einem Falkenberger wurde ich mit dem Auto am Wiesauer Bahnhof abgeholt.“ Beate Eichinger: „Ich bin heute zum ersten Mal in Falkenberg. Ein schöner Ort mit einem beeindruckenden Wahrzeichen.“ Die Begrüßung und die Einführung in den Vortrag im Brauhaussaal übernahm Pfarrgemeindevorsitzende Carolin Linder.

Für Beate Eichinger ist der Begriff Umweltschutz alles andere als eine Worthülse. Kritisch beleuchtete sie Wirtschaftssystem, soziale Ungerechtigkeit und Armut in vielen Teilen der Erde. „Und deren sukzessive Zerstörung“, klagte Eichinger über die Umwelteinflüsse. Mit dem Werk "Laudato si'" von Papst Franziskus "gehört die Orientierung an der Schöpfungsgerechtigkeit endlich zum Kern der Glaubensaufgaben", rückte Eichinger die vor rund sechs Jahren verfasste Öko-Enzyklika in den Mittelpunkt ihres Referates. „Laudato si’" wecke die Welt auf. Das Werk sei ein Leitfaden, damit aus normalen Pfarreien umweltbewusste Gemeinschaften werden können. Eichinger unterstrich: "Nicht nur die Politik, sondern auch die Kirche setzt sich für Umweltschutz ein."

Wichtig seien auch die kleinen Schritte. Sie gestand: „Seit Corona ist auch bei mir der Stromverbrauch gestiegen.“ An sich selber stellte sie die Forderung: „Ich muss da wieder runterkommen.“ Beim Stichwort Ernährung empfahl Eichinger den Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten. „Den Fleischkonsum kann man ganz leicht reduzieren.“

Im Anschluss an die Veranstaltung betonte Falkenbergs Bürgermeister Matthias Grundler: 100 Prozent Ökostrom und LED-Leuchtkörper in den Straßenlampen der Gemeinde seien ein Beweis dafür, dass man das heute behandelte Thema bereits aufgegriffen habe. „Mein Vater war Imker. Dankeschön für das Geschenk“, kommentierte Beate Eichinger das süße Honig-Mitbringsel aus den Bienenstöcken einer Falkenberger Imkerei, mit dem sich Eva Gibhardt im Namen des Pfarrgemeinderats und der Marktgemeinde Falkenberg bei der Referentin bedankte.

Eva Gibhardt (links) und Bürgermeister Matthias Grundler (rechts) bedankten sich bei Beate Eichinger für den Vortrag im Tagungszentrum der Burg Falkenberg.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.