Weltneuheit der IGZ aus Falkenberg

Falkenberg
23.07.2022 - 00:01 Uhr
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KI sorgt für perfekte Produkte mit Null Fehlern

Freuen sich über die wiederholte Auszeichnung mit dem German Innovation Award (von links): Andreas Spangler, Leiter IGZ Innovations- und Competence Center, Florian Mäurer, Teamleiter KI, Christian Köllner, Bereichsleiter SAP Manufacturing, und Gesellschafter sowie Geschäftsführer Johann Zrenner.

Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung in Deutschland sind ein Trumpf der nördlichen Oberpfalz. Für ihre praktische, effiziente Anwendung bei Fertigung und Montage sorgt das Softwareunternehmen IGZ: mit durchschlagenden Wettbewerbsvorteilen für die Kunden. Eine erneute hohe Auszeichnung bestätigt die Strategie der IGZ.

Quasi im Schatten der markanten Burg im idyllischen Ort Falkenberg (Kreis Tirschenreuth) entwickelte sich die Software-Schmiede IGZ mit inzwischen mehr als 550 Mitarbeitern zum Marktführer für SAP-gestützte Logistiksysteme und Industrie 4.0.

"Wir machen die führenden deutschen Unternehmen bei der Digitalisierung zukunftsfähig", sagt Johann Zrenner, geschäftsführender Gesellschafter des Familienbetriebs. "Super stolz auf unser tüchtiges Team" ist Zrenner angesichts der Ehrung mit dem renommierten German Innovation Award in "Gold" bereits das zweite Mal in Folge (nach dem Kommissionier-Roboter "LUKE2" im Jahr 2021).

Den vom Rat für Formgebung ins Leben gerufenen Preis erhält die IGZ für ihr Werker-Assistenzsystem "IDA2". Das Namens-Kürzel steht für "Intelligent Digital Assistant 2". Dieses hoch innovative Produkt vereint – bisher einzigartig – automatisierte Steuerung und Überwachung mit Montage-, Logistik- und Qualitätsprozessen in einem ganzheitlichen System. "Es beschränkt sich nicht nur auf die Kontrolle einzelner Produktmerkmale, sondern erkennt komplexe und komplizierte Prozess-Zusammenhänge", betont Christian Köllner, Bereichsleiter SAP Manufacturing. Köllner spricht von einer "absoluten Weltneuheit für Montagearbeitsplätze". Die praktischen Konsequenzen durch "IDA2" wirken in der Tat spektakulär. Nachdem die stereotype Serienfertigung immer weniger angesagt ist und der Markt nach einer immer stärkeren Individualisierung der Produkte verlangt, wird die Produktion immer komplexer. Dies hat zur Folge, dass die Anforderungen an die dort arbeitenden Werker massiv gestiegen sind und weiter steigen - Fehler und hohe Kosten sind häufig die Folge. IDA2 ist die Lösung.

Das Assistenz-System nützt dabei die Daten der Kamera-basierten Prüfung der einzelnen Produktionsschritte von Werkstücken und führt den Mitarbeiter Schritt-für-Schritt intelligent durch den Montageablauf. ",IDA2' behält dabei den Überblick über den kompletten Prozess. Das System bietet eine enorme Qualitäts- und Effizienzsteigerung für Montagearbeitsplätze", unterstreicht Andreas Spangler, Leiter des Innovations- und Competence Center bei der IGZ. "IDA2" erleichtere nicht nur die Arbeit an den Montagearbeitsplätzen, sondern senke die Fehlerquote extrem. Wie Geschäftsführer Johann Zrenner auf Nachfrage berichtet, amortisieren sich die Investitionskosten für "IDA2" bereits nach ein bis zwei Jahren.

Diese Wirtschaftlichkeit gilt als sensationell. Zrenner, der mit seinem Bruder Wolfgang Gropengießer die IGZ leitet (mittlerweile sind auch die Kinder schon im Unternehmen), verweist auf die wachsende Bedeutung der KI am Umsatz der IGZ: "Die Digitalisierung wird den Markt völlig umkrempeln." Bereits heute bewege sich der Anteil KI bei 20 Prozent der IGZ-Produktentwicklungen, "in wenigen Jahren werden es mehr als 50 Prozent sein". Der Markt giere förmlich nach KI-Lösungen.

Dem Vernehmen nach enthalten Lösungen der IGZ vermehrt – selbst lernende – Künstliche Intelligenz. Bereichsleiter Christian Köllner: "Wir betrachten die KI als Notwendigkeit für wirtschaftliche Gesamtlösungen. Ein einzelnes, separates Element KI gibt es nicht." Absolut im Vordergrund stehe der Mehrwert für den Kunden. Das mit SAP optimierte 'IDA2' erkennt aus der Datenflut selbst dann noch Anomalien, wenn das menschliche Erfassungsvermögen längst kapituliert. Andreas Spangler: "Die KI-Algorithmen suchen ständig nach dem Idealzustand."

Nach Einschätzung der IGZ-Spezialisten ist das selbst lernende Assistenzsystem "IDA2" universell, branchenübergreifend einsetzbar: von der Medizintechnik bis zur Autoindustrie. "Jeder Montage- und Arbeitsschritt kann individuell und einfach konfiguriert werden und wird dabei von der 'Oberpfälzer KI' unterstützt". Am Ende der Fertigung ist es stets das Ziel, dass das Produkt "in perfekter Qualität entsteht", erklärt Andreas Spangler. Vor diesem Hintergrund blickt Geschäftsführer Johann Zrenner mit seinem Team zuversichtlich in die Zukunft, auch was die Gewinnung neuer Mitarbeiter betrifft: "Unsere Kollegen und Kolleginnen sind regelrecht heiß auf innovative Themen. Wir bieten ihnen bei uns alle Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung." KI und Digitalisierung stellen in Falkenberg längst keine abstrakten Begriffe mehr dar...

Die Illustration zeigt „IDA2“ und die darin verbaute und mit KI ausgestattete Bildverarbeitung, deren „Augen“ hier anhand der Lichtkegel an einem Montagearbeitsplatz dargestellt sind.
 
 

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