24.10.2019 - 11:32 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Zoigl-Brunnen kommt ans Brauhaus

Bereits vor zwei Jahren hatte der Marktrat betont, dass man sich dem Projekt Zoigl-Brunnen nicht verschließen werde. Für das Kunstwerk wurde nach intensiver Suche inzwischen auch ein Standort gefunden. Jetzt geht's an die Details.

Das Archivbild vom Sommer 2019 zeigt den ausgewählten Platz, wo einmal der Zoigl-Brunnen mit dem Austräger-Symbol stehen soll. Weichen müssen dort aktuell ausgestellte landwirtschaftliche Geräte, für die Alternativstandorte gesucht werden.
von Werner RoblProfil

Zu den wesentlichen Gestaltungsmerkmalen am künftigen Standort äußerte sich Architekt Ernst Schöberl aus Parkstein in der jüngsten Marktratssitzung. Egal wie man die von Norbert Neugirg mit unterstützte Idee auch nennen wird: Zoigl-Denkmal, Skulptur oder Zoigl-Brunnen: Das geförderte Alleinstellungsmerkmal der fünf Kommunbrauorte Eslarn, Windischeschenbach, Neuhaus, Falkenberg und Mitterteich ist beschlossene Sache. Entworfen wurden die verschieden gestalteten Denkmäler vom Amberger Künstler Heribert Bäumler.

Auf Kosten achten

Einig war man sich in Falkenberg über das Aussehen des Objektes. Die ursprünglich von Bäumler entworfenen Hände und den Bierkrug ersetzen die für den Ort typischen Zoigl-Austräger. Bleiben wird der vorgeschlagene Rest, zu dem auch eine Flamme zählt. Man müsse sich auch über die Kosten im Klaren sein, mahnte Bürgermeister Herbert Bauer Anfang 2017 im Gemeinderat. Das Marktoberhaupt sprach damals von rund 11 000 Euro, die allein für die Beschaffung entstehen würden. Schwierig gestaltete sich danach aber die Standortfrage. Schließlich stand fest: Der Brunnen kommt ans Brauhaus. Nach Eslarn und Neuhaus will man sich nun auch in der Burg- und Zoigl-Gemeinde an die Arbeit machen, damit das von Wasser gespeiste Denkmal, gestaltet aus zwei Materialien, verwirklicht werden kann. Um welche zwei es sich dabei handelt und wie das Gelände einmal aussehen soll, erläuterte nun der Parksteiner Architekt Ernst Schöberl.

Der Fachberater machte deutlich, dass man das ins Auge gefasste Areal umgestalten müsse. "Der Platz in der Gemeindemitte ist der richtige", kommentierte er die Standortwahl beim Kommunbrauhaus beziehungsweise Rathaus. "Dort gehen die Austräger vorbei", erklärte Schöberl und verwies auf das für den Ort typische Kommunbrauer-Symbol am späteren Brunnen. Die Lösung Braustätte lobte er als "unverkennbaren Bezug zum Zoigl und seiner Geschichte".

Felseinschnitt

Eines aber war ihm aufgefallen: "Dort ist es sehr eng." Auf dem Areal steht derzeit noch ein Ausstellungsobjekt mit früheren landwirtschaftlichen Geräten, dort liegt auch ein Granitfindling, zudem befindet sich hier eine Informationstafel aus Holz. Begrenzt wird das Gesamtbild von einer Felsformation und zwei steinernen Treppen. Daran vorbei verläuft die Durchgangsstraße. "Der gut vier Meter hohe und rund fünf Quadratmeter große, steinerne Brunnen fordert eine Freifläche." Hier liege das Problem, mahnte der Parksteiner und schlug einen "eingefassten Felseinschnitt" mit einer verschönernden Ausgestaltung mit Stahlelementen vor. "Die Natürlichkeit des Hanges muss erhalten bleiben. Der Brunnen muss freistehen", fasste der Architekt seine Ideenfindung, verwirklicht durch Granit und Stahl, zusammen.

Schöberl erweiterte sein Angebot mit einer von ihm empfohlenen Sitzbank, um damit eine "beruhigende Situation" zu schaffen. Der Parksteiner hatte, um die Denkmallösung auch greifbar zu machen, ein Geländebild und einen Brunnen-Querschnitt angefertigt, um sie den Markträten vorzustellen. Vorbereitet hatte er auch eine 3-D-Simulation, auf die er aus technischen Gründen aber verzichtete.

Schöberl machte aber auch deutlich, dass neben den Grabungen ein stabiles Beton-Fundament notwendig werde. Über die Gesamtkosten - "sie gehen zulasten der Gemeinde" - äußerte sich der Parksteiner Fachberater nicht. Völlig verschwinden sollen die ausgestellten Werkzeuge, der Findling und die Schautafel nicht. Sie werden an Alternativstandorte umgesetzt. "Wir werden uns etwas einfallen lassen", versprach der Bürgermeister. Diskutiert wurde auch die Frage, wie man den Brunnen von parkenden Autos freihalten könne. "Es wäre schade, wenn die Fahrzeuge alles verstellen würden", mahnte Schöberl und empfahl, auch darauf ein Augenmerk zu legen. Abzuwarten bleibt, wann mit den Maßnahmen am künftigen Denkmal-Standort begonnen wird.

Vor den Gemeinderäten und einigen Gästen erläuterte Architekt Ernst Schöberl (links) die Ideen, wie der künftige Brunnen- beziehungsweise Denkmalstandort einmal aussehen könnte.

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