Sie haben es wieder getan: Zum zweiten Mal hat sich der Kemnather Burschen- und Madlerverein die Gemeinde Trabitz als Maibaum-Beutezugsrevier ausgesucht. Nachdem vor zwei Jahren der Preißacher „Wolkenkratzer“ auf unfreiwillige Wanderschaft „gegangen worden“ war, erwischte es heuer das Feilersdorfer Frühlingssymbol.
Generalstabsmäßig und in „solider Handarbeit“ hätten die Kemnather ihren Feldzug ausgeführt, verrieten Kevin Schraml und Chris Szeri. Ein 20-köpfiger Stoßtrupp entführte den strammen Stamm gegen 2 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag. Die Feilersdorfer zeigten sich über den Coup keineswegs vergrätzt, sondern waren sogar ein bisschen stolz, dass ihr Baum heuer der einzige rings um den Rauhen Kulm war, den die „Baumnapper“ erwählt hatten.
Dementsprechend „löhnte“ die Feuerwehr Feilersdorf-Grub-Bärnwinkel gern die als Auslöse vereinbarten zwei Kasten Bier nebst Brotzeit für den Maibaum, den der Burschen- und Madlerverein vor dem Rücktransport sogar noch gesäubert hatte. „Im kommenden Jahr habt ihr Ruhe vor uns“, versprach Kevin Schraml den Feilersdorfern beim Abschied. „Aber vielleicht schauen wir 2021 wieder vorbei.“







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